Laut Cushman & Wakefield umfasst der Gesamtflächenbestand in europäischen Einkaufszentren zu Beginn des Jahres 2017 159,4 Mio. qm. Der Anteil in Westeuropa liegt bei 108,6 Mio. qm und in Mittel- und Osteuropa bei 50,8 qm.
Der Zuwachs von Neubauflächen liegt in den kommenden zwei Jahren bei schätzungsweise 6,8 Mio. qm. Seit der Finanzkrise hinkt Westeuropa Mittel- und Osteuropa in Bezug auf den Neubauflächenzuwachs hinterher. Dieser Trend wird sich nach Ansicht von Cushman & Wakefield auch 2017 fortsetzen.
Deutschland ist das Top-Investitionsziel in Europa
In Deutschland lag der Studie zufolge das Transaktionsvolumen im Jahr 2016 bei 4,1 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 28% verglichen mit 2015 entspricht. Im zweiten Halbjahr betrug das Gesamtinvestitionsvolumen 3,0 Mrd. Euro. Deutschland ist damit das Top-Investitionsziel in Europa.
In Deutschland weisen die Märkte München, Köln und Hamburg sehr geringe wirtschaftliche Risiken auf und die Einkaufszentrumsdichte liegt in diesen Städten deutlich unter dem westeuropäischen Durchschnitt von 357 qm pro 1.000 Einwohner, was der Studie zufolge auf ein Entwicklungspotenzial an diesen Standorten hindeutet.
Im Jahr 2017 werden in Deutschland 36.000 qm neuer Shoppingcenter-Fläche erwartet, für 2018 67.700 qm. Das sind beispielsweise in Stuttgart das ’Dorotheen-Quartier‘ (10.000 qm), in Bielefeld das ’Loom Bielefeld‘ (26.000 qm), in Berlin die ’East-Side Mall‘ (25.000 qm) und das ’Schultheiss-Quartier‘ (30.000 qm).