Ein geräumiger Messestand in einer stark frequentierten Halle – und eine große Auswahl an Schuhen. Das war der neue Auftritt von S. Oliver auf der Expo Riva Schuh am Gardasee. Hier zeigten Michael Heißenberg, Director Product Shoes, Accessories, Licenses, und Heiko Hüdepohl, Head of Wholesale Shoes, wie man sich in Rottendorf die Schuhmode für den Sommer 2026 vorstellt.
Zu sehen waren Damen-, Herren- und Kinderschuhe sowie Accessoires von der Tasche bis hin zum Raumduft. Die Anteiligkeiten im Schuhsegment bewegen sich bei 65% Damen- und 30% Herrenschuhen sowie 5% Kindermodellen (ab Größe 31) – besonders in diesem Segment sieht Michael Heißenberg viel Wachstumspotenzial. Geordert werden kann ab neun Paar pro Artikel und Farbe, bei freier Einteilung.
Das Spektrum an Damenschuhen für die kommende Saison reicht von Sneakern über lässige Loafer bis hin zu minimalistischen Sandalen und Pumps. Bei den Herren liegt der Fokus auf sportiven Styles. Das umfasst neben Retro-Sneakern und puristischer Form auch „technische“ Varianten mit voluminöser Sohle sowie Bootsschuhe und Slipper. Neu sind Pool-Slides sowie Gummistiefel für Kinder. Die Preislagen bewegen sich insgesamt von 49 bis 69 Euro, der Kern liegt bei 59 Euro. Das passe sehr gut zum aktuellen Endverbraucher-Verhalten, ist Heiko Hüdepol überzeugt: „Die Konsumentinnen und Konsumenten sind sehr vorsichtig und preissensibel.“
In Ergänzung zu den im mittleren Preissegment angesiedelten Styles wird zur Saison F/S 2026 auch eine Black Label-Kollektion mit wertigerer Ausführung präsentiert. Das war, so schildert es Michael Heißenberg, ein logischer Schritt: „Für uns stand fest: Wenn wir mit Schuhen starten, dann wollen wir auch ein Black Label-Angebot entwickeln. Wir bewegen uns hier in Preislagen bis 99 Euro VK. Das Segment ist für gewisse Märkte und Kunden wichtig. Wir sehen hier einen hohen Lederanteil und elegantere Schuhe bzw. Business-Styles.“
Seit klar war, dass die Lizenzpartnerschaft mit der zur Wortmann Gruppe gehörenden Shoe.Com nach Ende 2025 nicht mehr verlängert würde, wurde in Rottendorf an einem Konzept für Schuhe in Eigenregie gearbeitet – vom Entwicklungsteam bis zum Außendienst. Und auch am Produkt habe man justiert: „Man braucht angesichts der Komplexität des Produkts ein starkes Sourcing und Qualität bei Passform und Mustern. Wir bewegen uns hier auf einem sehr guten Niveau. Es ist sehr stark in diesen Bereich investiert worden“, betont Heiko Hüdepohl.