Seit 2019 gibt es mit dem Payment Monitor eine von Visa in Auftrag gegebene und von Forsa durchgeführte Studie über das Zahlungsverhalten in Deutschland. An der repräsentativen Online-Befragung haben 1.800 Menschen in Deutschland teilgenommen.
Dieses Jahr war vor allem der Anstieg der Menschen auffällig, die mit Smartphone oder Smartwatch bezahlen. Dieser lag bei 32%, letztes Jahr waren es nur 23%, 2019 – in der ersten Auflage der Studie – nur 9%. Die unter 36-Jährigen nutzen sogar zu 45% die Möglichkeit des Bezahlens via Mobilgerät. Insgesamt haben 66% der Befragten ihre Debit- oder Kreditkarte zumindest schon einmal auf dem Smartphone hinterlegt und könnten die Option nutzen. Bargeld wird von der Hälfte der Befragten hingegen nur noch als Reserve genutzt. Nur noch jeder Vierte bevorzugt Bargeld. „Deutschland holt beim digitalen Bezahlen zügig auf. Das Smartphone hat sich in wenigen Jahren zum breit genutzten Zahlungsmittel entwickelt“, sagt Albrecht Kiel, Zentraleuropa-Chef beim Zahlungstechnologie-Anbieter Visa. „Damit steigt auch die Erwartung der Verbraucherinnen und Verbraucher an den Handel. Sie legen Wert darauf, überall mit ihrem bevorzugten Zahlungsmittel zahlen zu können.“ 79% der Befragten ist es wichtig, überall mit ihrem bevorzugten Zahlungsmittel zahlen zu können.
Generell hat sich das Konsumverhalten aufgrund der wirtschaftlichen Lage verändert. 57% haben ihre Ausgaben aufgrund von gestiegenen Kosten reduziert oder plant dies. 55% vergleichen häufiger Preise, 48% achten verstärkt auf Sonderangebote. Damit geraten die chinesischen Online-Marktplätze mehr in den Fokus, jedoch nicht unbedingt in der jüngsten Generation: Insgesamt hat ein Viertel der Befragten schon mindestens einmal bei Shein und Temu bestellt. Unter den 36- bis 45-Jährigen sind es 37%, die unter 36-Jährigen sind mit 20% nur unterdurchschnittlich stark auf den Marktplätzen vertreten