Die Orderrunde
Auf der Fashn Rooms stellte Torsten Lasar die Pantolettenmarke Freedom Moses aus, die mit vielen Farben und VK-Preisen zwischen 50 bis 60 Euro punkten will. Die Strategie ging zum Start der Orderrunde auf: „Wir sind jetzt seit zweieinhalb Wochen dabei und konnten schon neue Kunden gewinnen, die offen für unsere Preislage sind und Bock auf Farbe haben.“ Auch Florian Werner ist zufrieden mit dem Start: „Es hat schon einige Händler gegeben, die zurückgekommen sind.“ Bei der Kollektionsentwicklung müsse es nun darum gehen, neue Impulse zu setzen. „Bei uns wird viel nach neuen, innovativen Schnitten gefragt.“ Als neue Gruppe setzt Werner 1911 auf italienische, handgeflochtene Schuhe aus Baumwolle, um die Nachfrage nach handgemachten Looks zu bedienen. Auch Frank Vogel, der auf der Neonyt die Marken Snipe und Punto Pigro ausgestellt hat, ist überzeugt, dass der Handel zurzeit Highlights sucht und auch braucht: „Die ersten Termine waren sehr erfolgreich. Die Leute wollen Originale, die einzigartig aussehen und zu denen sich eine Geschichte erzählen lässt.“ Viel Hoffnung setzt er bei der Marke Snipe in die Neuauflage des Modells Haddock, das vor 25 Jahren vom Industriedesigner Daniel Nebot entworfen wurde. Stefan König berichtete über seine drei Marken hingegen, dass vor allem die Standardware geordert wird: „Es wird mehr nach Basics gefragt, weil man sich auf sie verlassen kann.“ Farblich bleibt es bunt, es wird jedoch zurückhaltender, so Cristina Mühle: „Wenn es letztes Jahr ein Verhältnis zwischen zwei Dritteln an knalligen Farben und einem Drittel an gedeckten Farben gab, liegt es jetzt bei 50:50.“