Alles bleibt, wie es ist. Das gilt zumindest für die Sortimentsstruktur vieler Einzelhändler. Rund 44 Prozent planen in diesem Bereich in den kommenden zwei Jahren keine Veränderung. So lautet ein Ergebnis der Handelskix-Umfrage im Juni.
Interessant: Wenn umstrukturiert wird, unterscheiden sich die Strategien von kleineren und größeren Einzelhändlern. Während Unternehmer mit einem Jahresumsatz bis 2 Mio. Euro vor allem auf ein schmaleres Sortiment setzen, wollen die größeren Betriebe künftig ein breiteres Feld abdecken.
Auch bei der Entwicklung des Dienstleistungs- und Serviceangebot gehen die Wege auseinander. Zwar kommen hier für fast keinen Händler Einschränkungen in Frage. Doch während über 60 Prozent der Unternehmen mit mehr als 2 Mio. Euro Umsatz hier Gas geben will, möchte die Mehrheit der kleineren Häuser ihre Dienst- und Serviceleistungen lediglich aufrechterhalten.
Mehrheit will keinen Online-Shop eröffnen
In der Juli-Befragung thematisierte das IFH die Shop-Aktivitäten stationärer Händler im Internet. Ergebnis: Knapp 29 Prozent der Umfrageteilnehmer betreiben bereits einen Online-Shop, weitere rund 9 Prozent wollen in den nächsten zwölf Monaten einen Internet-Shop eröffnen. Bei der Mehrheit laufen allerdings keine Planungen in dieser Hinsicht (siehe Grafik). Viele der Befragten gaben an, dass der finanzielle und personelle Aufwand einfach zu groß sei. Auffällig: Die kleineren Händler in der Umsatzklasse bis 2 Mio. Euro stehen einer Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit ins Internet offener gegenüber als die größeren Betriebe.