Außerhalb Europas sind die USA weiterhin der wichtigste Partner, wobei der Exportwert im durch den Konflikt mit US-Präsident Donald Trump geprägten Jahr um 15,5 % zurückging. „Trotz aller Herausforderungen für die spanischen Marken mit Niederlassungen und Lägern in den USA ist die Entwicklung positiv“, bewertet Imanol Martínez, Geschäftsführer des Industrieverbands FICE, die Situation hoffnungsvoll. „Die Marken passen sich an, indem sie ihre Margen senken oder es schaffen, Vereinbarungen mit den lokalen Vertriebspartnern zu treffen.“ Dass sich die spanischen Hersteller an die Situation angepasst haben, zeigt sich auch an den aktuellen Zahlen für Januar bis Mai 2026. Der Durchschnittspreis für in die USA exportierte Schuhe ist zum Vorjahreszeitraum um 58 % gesunken. Dabei ist zu beachten, dass die US-Regierung die Erhebung höherer allgemeiner Zölle am 2. April 2025 angekündigt hatte. Ein wesentlicher Teil des Vergleichszeitraums wurde daher noch nicht durch die hohen und volatilen Zölle beeinflusst. Angesichts der Drohungen durch Trump, die Handelsbeziehungen komplett einzustellen, dürfte die Situation für die Unternehmen in absehbarer Zukunft weiter durch Unsicherheit geprägt bleiben.
Insgesamt konnte der Export in den ersten fünf Monaten 2026 stabil gehalten werden. 75,2 Mio. Paar Schuhe im Wert von 1,438 Mrd. Euro wurden exportiert. Das entspricht einem minimalen Minus von 0,38 % im Volumen und 0,46 % im Wert. Der Durchschnittspreis pro exportiertem Paar Schuhe ist um 0,09 % gesunken. Die Schuhe, die nach Deutschland exportiert wurden, sind dabei wesentlich teurer geworden. Die 10,3 Mio. Paar Schuhe liegen zwar um 12,5 % unter dem Vorjahreswert. Doch dank um 15,22 % gestiegener Durchschnittspreise konnte der Exportwert mit 134,9 Mio. Euro um 0,8 % gesteigert werden.