Die spanische Schuhindustrie hat von Januar bis Mai 2026 75,2 Mio. Paar Schuhe im Wert von 1,438 Mrd. Euro exportiert. Das entspricht einem minimalen Minus von 0,38 % im Volumen und 0,46 % im Wert. Der Durchschnittspreis pro exportiertem Schuh ist um 0,09 % gesunken. Der spanische Industrieverband FICE legte die Zahlen auf Basis von Daten der Zollabteilung der spanischen Steuerbehörde sowie des Schuhtechnologiezentrums Inescop vor.
Deutschland ist unverändert der drittwichtigste Exportmarkt nach Frankreich und Italien. Insgesamt wurden 10,3 Mio. Paar Schuhe im Wert von 134,9 Mio. Euro exportiert. Das entspricht im Volumen zwar einem Minus von 12,51 % zum Vorjahreszeitraum. Doch dank um 15,22 % gestiegener Durchschnittspreise konnte der Exportwert stabil gehalten werden. Verzeichnet wird ein minimales Plus von 0,8 %. Deutschland macht damit 7,21 % des Gesamtausfuhrvolumens und 9,64 % des Wertes aus.
Auffällig ist der stark gesunkene Durchschnittspreis für Schuhe, die in die USA exportiert werden. Er liegt um 58,04 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Am 2. April 2025 kündigte Präsident Donald Trump die Erhebung hoher allgemeiner Zölle an, weswegen der Großteil des Vergleichszeitraums noch nicht durch die volatilen Zölle beeinflusst wurde. Die Volksrepublik China hat als Absatzmarkt derweil wesentlich an Bedeutung gewonnen. Die Paarzahl der nach China exportierten Schuhe ist um 822 % gestiegen, der Wert um 122,62 %.
Nach Material ist das Volumen der exportierten Lederschuhe um 22,77 % gewachsen, getrieben durch Damenschuhe aus Leder mit einem Plus von 47,76 %. Der Wert ist jedoch um 0,54 % gesunken. Bei Schuhen aus Gummi oder Plastik gab es hingegen ein Minus von 11,98 % im Volumen und von 1,75 % im Wert. Der Export von Textilschuhen läuft mit -2,14 % im Volumen und +2,24 % im Wert stabil.