-5 % im SABU-Panel im ersten Halbjahr, bei der ANWR liegt die POS-Entwicklung insgesamt 7,4 % unter dem Vorjahr. Die Stimmung auf den beiden Messen, die letzte Woche dicht gefolgt stattfanden: „positiv realistisch“, wie Stephan Krug es ausdrückte. Im SABU-Panel etwa reicht die Entwicklung laut dem SABU-Geschäftsführer von -20 % bis +10 %. Während einige Händler verlieren, gibt es also auch Gewinner. Die Rahmenbedingungen sind für alle dieselben. Entscheidend sei es, die Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, zu nutzen, so Krug.
Wie unterschiedlich eine solche erfolgreiche Nutzung aussehen kann, zeigt eine Reise durch Franken: Katharina Russ will mit dem Nürnberger Concept Store Castros aus ihrem Laden bewusst einen Ort zum Verweilen und Austauschen machen, während Inhaberin Dorina Porisch bei Dorina Shoes & Bags in Erlangen seit 28 Jahren auf persönliche Betreuung und einen festen Stammkundenkreis setzt. Die Beispiele zeigen: Es gibt zwar nicht das eine Erfolgsrezept – aber dafür Spielraum in einem schwierigen Markt.
Darüber sollte die Branche vielleicht häufiger sprechen. Nicht nur über das, was gerade alles schlecht läuft, sondern auch offen und ehrlich darüber, warum manche Händler besser durch diese Phase kommen als andere. Nicht, um zu kopieren, sondern um voneinander zu lernen.
Auch auf Lieferantenseite gibt es Positivbeispiele: Inuikii etwa hat sich vom stark saisonal geprägten Anbieter für Winterboots zu einer ganzjährig aufgestellten Lifestyle-Marke entwickelt. Nicht jede Voraussetzung lässt sich verändern. Aber es darf und kann immer noch ausprobiert und angepasst werden.