Für 2014 rechnen die Verantwortlichen mit einem Plus der Händler in Höhe von 3%. „Wenn wir es uns einfach machen wollen, beklagen wir erneut das Wetter. Wenn wir realistisch sind, fehlte grundsätzlich Frequenz und Konsum“, begründet Geschäftsführer Andreas Rudolf die Zahlen. Kaum eine andere Branche sei in Deutschland derzeit einem solchen Wandel unterlegen, wie der Einzelhandel. Preisverhau und Beratungsklau im Internet über E-Commerce bleiben laut Pressemitteilung Herausforderungen, die auch durch das Konzept „selektiver Vertrieb“ einiger Hersteller nicht gelöst werden konnten. Die unterschiedlichen Maßnahmen der Industrie zur Reduzierung der Angebotsmenge im Handel, wie die Aufkündigung bestimmter Vertriebswege, die Erhöhung der Mindest- Abnahmemengen oder ein bestimmtes Verhältnis des Absatzes im stationären Geschäft zum Online-Absatz, hat aus Sicht der Sport 2000 bisher nicht dazu beigetragen, den Händler vor Ort adäquat zu unterstützen. „Nach 12 bis 14 Monaten würde ich den selektiven Vertrieb der Industrie momentan als gescheitert betrachten. Zumindest, wenn er nur halbherzig durchgeführt wird“, bewertet Andreas Rudolf die aktuelle Situation.
Um Frequenz- und Umsatzproblemen zu begegnen, ruft Rudolf den Fachhandel auf, seine spezifischen Potenziale besser zu nutzen: „85% unserer Kunden sind Stammkunden. Alle Internetanbieter beneiden uns um unsere Stammkunden und deren Loyalität. Kundenbindungstools müssen viel stärker im Fokus stehen und effizienter genutzt werden. Wir werden in 2014 an Konzepten und einer Weiterentwicklung des Direct Marketing arbeiten, um unsere Partner hier bestmöglich zu unterstützen.“
Auch im Jahr 2013 steht Adidas an der Spitze des Sport 2000 Lieferantenrankings. Doch die Spitzenposition ist nicht mehr unangefochten und die Entwicklung in 2013 leicht rückläufig. Unter anderem ein Grund hierfür ist, dass die US-Konkurrenz Nike immer stärker aufholt und inzwischen auch im Fußballmarkt, der bisher von Adidas dominiert wurde, sehr erfolgreich und präsent ist. „Inklusive Dezember hat Nike bei Sport 2000 den zehnten Monat in Folge mehr Fußballschuhe verkauft als Adidas“, resümiert Andreas Rudolf die Entwicklung.
Der Ausblick auf das kommende Jahr bietet laut der Verbundgruppe in mehrfacher Hinsicht Anlass zur Freude. Denn mit der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien würden in 2014 entscheidende Absatzimpulse im Markt gesetzt. Sport 2000 bietet seinen Partner gemeinsam mit adidas zum FIFA Worldcup eine große Marketing Kampagne an, um sich bei ihren Kunden zu profilieren und vom Mitbewerber abzuheben.