Unter dem Motto ’Kooperation statt Konfrontation‘ stand neben der konstruktiven Kritik an industrieseitigen Aktivitäten insbesondere die Darlegung der Mehrwerte, die sich aus der Zusammenarbeit mit den starken Verbänden ergeben, im Fokus der Veranstaltung. Rund 80 Vertreter der Industrie folgten im Februar der Einladung nach Mainhausen.
„Die Grenzen unseres Verständnisses für die Bestrebungen der Industrie sind überschritten. Im Sinne unserer Partner sind wir an Lösungen für die kritischen Punkte interessiert und haben deshalb das offene und konstruktive Gespräch mit den Lieferanten gesucht“, erläutert Geschäftsführer Andreas Rudolf die Beweggründe für die Veranstaltung. So gehören für ihn insbesondere die zunehmenden Eröffnungen eigener Geschäfte und Factory Outlet Center, der Verkauf über eigene Online Stores sowie die Einführung fachhandelsferner Distributions- und Handelsbedingungen zu den Themen, die den angeschlossenen Partnern schaden und deshalb nicht tatenlos von Sport 2000 hingenommen werden.
Welchen Beitrag die ANWR Group als Mutter der Sport 2000 für eine effiziente und innovative Zusammenarbeit leiste, führte der ANWR-Vorstandsvorsitzende Günter Althaus in seinem einleitenden Vortrag aus. Den Industrie-Partnern komme bei der strategischen Ausrichtung der ANWR insbesondere das Engagement zur Optimierung der Supply Chain zu Gute: „Die Bereiche der Wertschöpfungskette, die wir bereits abdecken, wollen wir weiter ausbauen. Zugleich wollen wir aber auch neue Leistungen erschließen. Um bei den rasanten Marktveränderungen mitzuhalten, Geschwindigkeit aufzunehmen und damit schnell neue Wege gehen zu können, setzen wir im Konzern auf kleine, wendige Schnellboote, die nah am Markt sind und für unsere Händler und die Industrie zum unverzichtbaren strategischen Partner werden sollen“, so Althaus.
Die grundsätzliche Relevanz eines Verbands wie auch insbesondere die Leistungen der Sport 2000 für Industrie und Handel führte Andreas Rudolf den Zuhörern in seinem anschließenden Vortrag vor Augen. „Hätte es uns in den letzten 10 bis 20 Jahren nicht gegeben, gäbe es heute Verhältnisse in Deutschland wie in Großbritannien oder Spanien. In Märkten, in denen der Konsument nur noch preisaggressive Angebote bekommt, ändert sich auch sein Einkaufsverhalten – und zwar zu Ungunsten der Qualität.“