Auf der diesjährigen Generalversammlung von Sport 2000 International gab die Organisation die Geschäftsergebnisse des Jahres 2023 bekannt. Demnach erzielte die Sportfachhandelsgemeinschaft ein Umsatzminus von 7% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei erwirtschafteten 3.649 Geschäfte in 22 Ländern einen Bruttohandelsumsatz von etwa 6,05 Mrd. Euro.
Dabei blickt Sport 2000 auf das Jahr mit gemischten Gefühlen zurück: Auf der einen Seite stellten die Ergebnisse ein erfolgreiches Jahresgeschäft da, auf der anderen Seite seien die Vorjahresergebnisse unter den herausfordernden Bedingungen des Jahres 2023 nicht zu erreichen gewesen. „2022 war ein außerordentliches Rekordjahr, das angesichts der allgemeinen Entwicklungen im Handel 2023 nicht zu toppen war“, so Margit Gosau, CEO von Sport 2000 International und der Sport 2000 GmbH. „Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre, war 2023 trotz leichtem Rückgang ein gutes Jahr mit einer positiven Gesamttendenz.“ In den letzten Wochen und Monaten habe die Gruppe zwar „wieder an Stärke gewonnen“, die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen.
Transformation und Rebranding
Um sich auch für die nächsten Jahre zukunftssicher aufzustellen, beschließt die Organisation mehrere Transformationsprozesse. Zum einen wird der Name von Sport 2000 International zur Sport 2000 Group International geändert. „Die SPORT 2000 Group International und die nationalen Länderorganisationen sind eng miteinander vernetzt, verfolgen einen gemeinsamen strategischen Ansatz und vereinen verschiedene Retail-Formate unter einem Dach“, so Gosau weiter. „Mit einer stärkeren Rolle der internationalen Organisation und einem neuen Namen rücken wir jetzt noch stärker zusammen und stellen uns noch zielgerichteter für den Handel auf. Nur als eine Gruppe bleiben wir im Sportfachhandel langfristig erfolgreich.“ In Frankreich sei ein solches Rebranding bereits erfolgt, die Umbenennung der internationalen Organisation soll in Kürze folgen.
Außerdem wird ein Advisory Board etabliert werden, das mit individuellen Kernkompetenzen und Erfahrungen an der Zukunft des Unternehmens arbeiten. Der Vorstand soll aus Geschäftsführern der nationalen Organisationen bestehen.
Die Marken Sport 2000, Absolute und Experts sollen künftig auch unterschiedliche Retail-Formate verkörpern. So stehe die Marke Sport 2000 künftig ausschließlich für das Multi-Category-Retailer-Format, während Absolute und Experts als eigenständige Brands geführt werden. Das Logo von Sport 2000 wird damit auch künftig nicht mehr Teil der Branding Strategie der beiden Formate sein. Margit Gosau führt weiter aus: „Die Entscheidung, unsere Marke SPORT 2000 von den Brands unserer Spezialistenformate zu entkoppeln, schafft im Sportfachhandel Klarheit und Transparenz für KonsumentInnen, HändlerInnen und Industriepartner. Als SPORT 2000 sind wir Partner für qualitativ hochwertige Beratung und ein breiteres Produktsortiment in verschiedenen Sportkategorien. Unsere Spezialistenformate ABSOLUTE, sowie die Fachhandelskonzepte Experts und Club sind darauf ausgerichtet, tiefgehende Expertise und spezielle Produkte anzubieten, die Multi-Category-Stores nicht führen.“
Neben den Transformationsprozessen plant die Organisation auch den Ausbau der digitalen Kompetenz und die Optimierung des länderübergreifenden Datenmanagements. Auch die hauseigenen Concept-Stores, die 2022 gelauncht wurden, sollen vorangebracht werden.
Aufsichtsrat bestätigt
Neben den Geschäftsergebnissen und den Transformationsplänen fand während der Generealversammlung auch die Wahl des Aufsichtsrats statt. Dabei wurden Nikolay Tzonov, Geschäftsführer von Sport 2000 Sport Depot (Bulgarien und Griechenland) und Giant-Albert Munch, Vorstand bei der Sport 2000 Group in Frankreich als neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Tzonov und Munch folgen auf Jean-Louis Parent und Roland Felder, die beide aus dem Aufsichtsrat ausscheiden.
Der Aufsichtsrat setzt sich damit wie folgt zusammen: Vorsitzender Dr. Holger Schwarting, Österreich; stellvertretender Vorsitzender Marius Rovers, Niederlande; Dominik Solleder, Deutschland; Nikolay Tzonov, Bulgarien/Griechenland; Gian-Albert Munch (Treasurer), Frankreich.