Dies berichtete Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des HDS-L im Vorfeld der ILM in Offenbach. Getragen wird das Plus durch den starken Inlandsmarkt (+21 Prozent). Denn die Auslandsumsätze gingen um den gleichen Prozentsatz zurück. Damit beträgt der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz der deutschen Lederwarenindustrie 24,3 Prozent.
Im Vorjahreszeitraum hatten die deutschen Unternehmen noch ein Drittel ihres Umsatzes mit dem Ausland erzielt.Die Importe von Lederwaren lagen im ersten Halbjahr 2013 bei 1,2 Mrd. Euro (+7 Prozent). Dabei betrug der Anteil aus Asien rund 65 Prozent. China bleibt unangefochten das wichtigste Lieferland (48,4 Prozent des deutschen Gesamtimports).
Nach einer Umfrage des HDS-L unter seinen Mitgliedsunternehmen rechnet die Industrie mit einer weiter guten Umsatzentwicklung in der zweiten Jahreshälfte, so Junkert. “Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, dass der Umsatz deutlich im Plus liegen wird.”
Abschließend sprach sich der HDS-L-Geschäftsführer noch einmal deutlich gegen eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Lederwarenimporte in die EU aus. Für Produktqualität sowie Umwelt- und Sozialstandards stehe der Hersteller mit seinem Namen. “Die Angabe des Herkunftslandes sagt darüber nichts aus.” Vielmehr bestehe die Gefahr, dass manche Länder pauschal diskriminiert würden. Eine Meinung, die der Bundesverband des Deutschen Lederwaren-Einzelhandels (BLE) im Übrigen teilt.