The power of Instagram:
Die digitale Plattform hebt das Sprichwort ’Ein Bild sagt mehr als tausend Worte‘ in ganz neue Sphären. Beim Scrollen durch die zahllosen Instagram-Fotos und Videoschnipsel bekommt eine vorwiegend junge Konsumentengruppe ihre tägliche Inspiration aus den Bereichen Kunst, Interieur und Mode. Auf traditionellem Wege sind viele potentielle Kunden heute kaum noch erreichbar – die Digitalisierung schafft aber völlig neue Marketing-Möglichkeiten, die an gestalterischer Vielfalt kaum zu überbieten sind. Manche Shops aktualisieren ihre Instagram-Feeds bis zu 50 Mal wöchentlich, nutzen die Social-Media-Base für Sneek Peeks, Ankündigungen von Rabattaktionen, zur Inszenierung neuer Trends.
Fotografierte Verkäuferinnen können so das Aushängeschild eines Ladens werden, geben ihm eine persönliche Note und schaffen eine Plattform zur Identifikation. Ein besonders interessanter Fakt für Facebook-Fans und Co: Die Foto-Sharing-Page Instagram hat die höchste Interaktionsrate im direkten Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken. Ein näherer Blick kann also durchaus lohnenswert sein.
I love shoes hat sich näher mit dem Instagram-Hype auseinander gesetzt und die besten Tipps für ein gelungenes Instagram-Store-Portrait zusammengefasst.
1. Instagram zur Markenbildung
Instagram, den König der sozialen Netzwerke, zu nutzen, hat für Stores des Vorteil, auf dem Radar vieler junger Konsumenten zu erscheinen – sowohl lokal als auch international. Die Identität des Unternehmens kann leicht abgebildet werden. Es braucht im Grunde genommen kein spezielles Fachwissen und wenn der Account unter den Angestellten geteilt wird, ist es ein Leichtes, regelmäßig für neuen Content zu sorgen.
Am Anfang eines jeden Projekts steht eine Strategie, die auf der Frage, was genau mit dem Instagram-Account erreicht werden soll, basiert. Ist es die Markenbekanntheit, die Steigerung des Umsatzes, eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades? Oder soll der Online-Shop mal wieder richtig ins Rollen kommen? Die Gründe für Social Media-Aktivität können ganz unterschiedlich sein.
Für Stores ist Instagram aber besonders interessant, um die Identität der Marke hervorzuheben: Hipper Street-Style-Laden im Szene-Viertel? Dann können auch die Bilder genau das ausdrücken, urbane Labels oder das neue Portrait von Tupac über dem Verkaufstresen zeigen. Schicker Vintage-Laden mit Fokus auf Nachhaltigkeit? Ein Bild vom neuen Fairtrade-Kaffee kann hier genauso gut eingesetzt werden wie ein Foto der neuen veganen Schuh-Linie.
2. Fotos mit Wiedererkennungswert
Wer sich als Shop auf Instagram inszeniert, der muss erkannt werden. Die Bilder müssen eine dementsprechend eindeutige Ästhetik tragen, die gewissermaßen als persönliche Handschrift fungiert. Während beispielsweise der besagte hippe Streetwear-Laden auf klare hell-dunkel-Kontraste und eine modern-coole Gestaltung setzt, zeigt sich der Vintage-Store von nebenan im Sepia-Look, um den Bildern einen charakteristischen Look zu verpassen.
Hier kommt es auf die Store-Message an, auf die Labels im Portfolio und die Zielgruppe. Ein einheitlich verwendeter Filter, festgelegte Bildzuschnitte und ein ähnlicher Tenor der Bildunterschriften sind wichtige Schritte auf dem Pfad Richtung Unverwechselbarkeit. Mobile Bearbeitungsapps wie Instasize, Vscocam oder Whiteagram bieten weitere Möglichkeiten, um den Instagram-Channel von anderen Feeds abzugrenzen. Außerdem kann ein bestimmtes Farbspektrum festgelegt werden: Wer im Store magentafarbene Wände hat, kann den Ton zum Merkmal ernennen. Der morgendliche Detox-Tee kann einfach vor der Wand geknipst werden, die neuen Schuhe werden ebenfalls vor dem Hintergrund in Szene gesetzt, und schon erstrahlt der gesamte Feed in einer unverwechselbaren Optik.
3. Was? Wie oft? Wann?
Ebenfalls von Bedeutung ist ein fester Rhythmus, in dem Fotos gepostet werden. Die meisten Marken posten zwischen zwei und drei Bildern am Tag. Was zunächst nach jeder Menge Aufwand klingt, kann im Team aufgeteilt werden. So kann sich ein Verkaufsteam beispielsweise täglich mit dem Füllen des Accounts abwechseln – der Aufwand wird reduziert, die Inhalte bleiben neu und frisch. Wann genau die Reichweite der Posts am höchsten ist, kann noch nicht abschließend gesagt werden. Studien zufolge sind die meisten Instagramer morgens zwischen 6 und 8 Uhr oder abends zwischen 17 und 20 Uhr aktiv. Die Uhrzeit ist jedoch in der Regel nicht entscheidend für den Erfolg auf der Fotoplattform. Vielmehr geht es um gute Bilder, Interaktion und Kontinuität.
Was gepostet wird, ist bei Stores relativ leicht zu beantworten: Alles, was mit dem Store selber, dem Leitgedanken des Shops oder den Mitarbeitern und Kunden zu tun hat, kann genutzt werden! Eine neue Blume in einer schicken Vase gekauft? Dann schnell ein Foto schießen und ab auf Instagram damit. Die neue Kollektion beinhaltet ein paar besonders schicke Teile? Dann als Sneak Peek teilen und die Labels verlinken. Jemand hat Geburtstag und einen leckeren Kuchen gebacken? Ebenfalls ein absolut Instagram-tauglicher Inhalt, der für mehr Persönlichkeit sorgt und Einblicke hinter die Kulissen ermöglicht. Die Kollegin hat ein tolles Outfit an? Ein Foto für Instagram verdeutlicht Expertise in Sachen Mode und gibt Inspiration.
Fazit: Mit den Basics sollte der Instagram-Startschuss leichter fallen, denn die Bilder sind ausdrucksstärker und sorgen für bleibenden Eindruck. Und wenn wir schon bei Sprichwörtern sind: ’Probieren geht über studieren!‘. Einfach loslegen, Spaß haben und schauen, wie der Store ankommt. Verbesserungschancen lassen sich oft intuitiv aus dem Workflow heraus ableiten. Sprechen Sie Ihren Chef an, erkunden Sie im Team die Chancen des Social Media-Dschungels und finden Sie spielerisch heraus, wie die Plattformen für Sie nutzbar sind.