Die Sympatex Holding GmbH hatte in einer ersten Abstimmung ohne Versammlung eine Zustimmungsquote von 95,2% für ihr Vorhaben erhalten, sich die Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung ’Call Option‘) einräumen zu lassen. Allerdings verfehlte die Abstimmung das für eine wirksame Beschlussfassung notwendige Quorum. Deshalb hat Sympatex für die Unternehmensanleihe eine 2. Anleihegläubigerversammlung einberufen, die am 9. November 2015 in Unterföhring stattfinden soll.
Die Sympatex Holding GmbH beabsichtigt nach eigenen Angaben, über die Call Option die notwendige Flexibilität in ihrer künftigen Strategie und Finanzierungsstruktur zu gewinnen und etwaige künftige Barreserven unter Umständen zur vorzeitigen Tilgung der Unternehmensanleihe zu nutzen. Im Rahmen einer strategischen Neuaufstellung der Sympatex-Gruppe prüft das Unternehmen derzeit verschiedene Optionen der Weiterentwicklung. Ganz konkret ist auch daran gedacht, Teile des Unternehmens zu veräussern, um sich strategisch neu aufzustellen und mit diesen Mitteln die Anleihe zu tilgen. „Aber dieses Vorhaben steht und fällt ein Stück weit mit der Call Option für die Anleihe. Wenn wir hier scheitern, weil sich die Anleihegläubiger nicht in ausreichendem Maß mobilisieren lassen, entstehen vermutlich sowohl für die Anleihegläubiger wie auch das Unternehmen starke finanzielle Nachteile“, so der Finanzvorstand Haiko Stüting.