Am 27. Mai 2025 wollte der US-Amerikaner Tyler Andrews ein sportliches Ausrufezeichen setzen: Vom Everest-Basecamp auf 5.364 Metern bis zum Gipfel auf 8.848 Metern – ohne zusätzlichen Sauerstoff, in unter 20 Stunden. Der dritte Versuch in dieser Extremdisziplin scheiterte jedoch auf rund 8.500 Metern, knapp unterhalb der sogenannten Todeszone. Erschöpfung, Kälte und mangelnde Infrastruktur machten ein Weiterkommen unmöglich.
Begleitet wurde das Projekt von einem Netflix-Filmteam, das den physischen und mentalen Ausnahmezustand des Vorhabens dokumentierte. Die Veröffentlichung ist für Herbst 2025 geplant.
Weniger bekannt ist der Ursprung dieser Herausforderung: Eine schwere Sprunggelenksverletzung zwang Andrews vor Jahren zur Pause – ausgerechnet am Everest Basecamp. Dort lernte er die Schweizer Schuhmarke Kybun kennen. Deren elastische Luftkissen-Sohle habe entscheidend zur Regeneration beigetragen. „Ohne die Unterstützung von Kybun hätte ich nie zu dieser Form zurückgefunden. Der Rekordversuch wäre ohne sie gar nicht denkbar gewesen“, so Andrews.
Die drei Versuche, die Tyler unternahm, standen unter schwierigen Vorzeichen. Beim ersten brach der Schuh, beim zweiten verhinderten extreme Winde den Aufstieg. Der dritte Anlauf endete nun kurz vor dem Ziel.
„Natürlich sind wir enttäuscht – wir hatten fest daran geglaubt, dass der Rekordversuch diesmal klappt“, sagt Karl Müller, Co-CEO von Kybun Joya. „Aber viel größer als die Enttäuschung ist die Bewunderung: für diesen unglaublichen Willen, für die Fähigkeit, loszulassen, wenn es nötig ist – und für den Mut, wieder aufzustehen.“ Tyler habe ein Zeichen gesetzt – auch ohne Gipfelfoto, so Müller.