Rund 300 Teilnehmer waren nach Guangzhou gereist, darunter 100 Gäste aus dem Ausland. Frankreich und Deutschland bildeten die größten nationalen Gruppen. In seiner Begrüßungsrede sagte der CLIA-Vorsitzende Su Chaoying, die globale Schuhindustrie habe in den vergangenen 25 Jahren dramatische Veränderungen erlebt. Die Produktion habe sich weitgehend aus den Industrienationalen in Entwicklungs- und Schwellenländer verlagert, insbesondere nach Vietnam, Indonesien, Thailand und China. Heute sei die Industrie mit neuen Herausforderungen konfrontiert, darunter steigende Produktionskosten, Arbeitskräftemangel, zunehmend mehr Umweltschutzauflagen und soziale Verantwortung.
„Die Kunden werden anspruchsvoller. Sie fordern größere Transparenz und wollen wissen, wo und unter welchen Arbeitsbedingungen die Produkte hergestellt wurden und welche Materialien dabei zum Einsatz gekommen sind“, erklärte UITIC-Präsident Yves Morin. Es sei daher an der Zeit, sich im Rahmen eines Kongresses mit den Fragen nach der sozialen Verantwortung in der Schuhindustrie zu beschäftigen. „Die Referenten werden in ihren Beiträgen deutlich machen, dass soziale Verantwortung eine Chance für die Industrie ist, um Prozesse zu optimieren und den Anforderungen des Marktes noch besser zu entsprechen.“
Unter den insgesamt 23 Sprechern waren auch vier Experten aus Deutschland, zwei davon vom PFI in Pirmasens: Dr. Monika Richter referierte zum Thema ’The Next Generation of Virtual Shoe Design‘ und Dr. Gerhard Nickolaus sprach zum Thema ’Sustainability and the Confused Consumer‘. Darüber hinaus beteiligten sich Thomas Schneider von Isa Tan Tec und Andreas Tepest von Deichmann mit Vorträgen am Programm.
Neben den Fachvorträgen und dem persönlichen Austausch standen auch Fabrikbesuche auf dem Kongress-Programm, u.a. bei Belle und Huajian.