Vor kurzem erschien die Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2013. Laut BDSE ist sie die einzige Datenquelle, die im Rahmen einer Vollerhebung sämtliche Umsätze im Einzelhandel erfasst, so auch im stationären Schuhfachhandel. Dazu zählen alle Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit Schuhen erzielen.
Hiernach hat der „stationäre Facheinzelhandel mit vorwiegend Schuhen“ im Jahr 2013 deutlich besser abgeschnitten, als es nach den bisher vorliegenden Branchen-Panels und amtlichen Daten zu erwarten war. Am Ende errechneten die Statistiker ein Umsatzplus in Höhe von 4,9%. Selbst die amtliche 5-Prozent-Stichprobe lag weit unter dem nun veröffentlichten Wert der Umsatzsteuerstatistik, sagt der BDSE.
Auch im Textil- und Lederwaren-Einzelhandel gibt es erhebliche Abweichungen zwischen den einzelnen Erhebungen, meldet auch der Bundesverband des Textileinzelhandels. Die Gründe für die unterschiedliche Datenlage seien schwer nachvollziehbar. Vieles deute aber darauf hin, dass im Outfit-Handel etliche sehr expansive Unternehmen agieren, die in der 5-Prozent-Stichprobe offenbar nicht vertreten seien. Auch dürften die wachsenden Online-Umsätze der Multichannel-Händler im Jahr 2013 die Entwicklung relativ stark beeinflusst haben.