Nach gut einem Jahr Projektierung hat Vaude vor kurzem eine vollautomatische Fertigungsstraße in Betrieb genommen. Damit wird die heimische Produktion wettbewerbsfähiger, flexibler und unabhängiger von globalen Partnern, teilt das Unternehmen mit. Da viele Arbeitsschritte weiterhin eine manuelle, handwerkliche Ausführung erforderten, bleibt die Bezeichnung „Vaude Manufaktur“ bestehen. Bereits seit 1980 stellt das Unternehmen hier Rucksäcke, Rad- und Lifestyle-Taschen her. Dabei verzichtet Vaude auf den Einsatz von PVC-Materialien.
„Wir haben uns dazu entschieden, in unsere Produktion am Firmensitz zu investieren und unsere Manufaktur zu stärken, um sie nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen. Denn sie steht für unsere Werte, unsere Wurzeln und für unsere Kernkompetenzen“, so Geschäftsführerin Antje von Dewitz.
Mit der Investition sichere Vaude nicht nur den Produktionsstandort in Tettnang und seine „Made in Germany“-Produkte, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit der Manufaktur. „Wir steigern unsere Produktionskapazitäten und können zudem unabhängiger von globalen Partnern produzieren“, erklärt Philipp Schwarz, Leiter der Manufaktur. Darüber hinaus ermöglicht das neue Layout, kurzfristig individuelle Kundenwünsche, wie eigene Logos, umzusetzen.
Unter der Leitung von Philipp Schwarz wurde die 1.800 qm große Fläche innerhalb von sechs Monaten neu strukturiert, modernisiert und umgebaut. Mit der Inbetriebnahme einer für Vaude spezifizierten Automatisierungslinie der Firma Erler Automation sei eine Innovation vorangebracht worden: das wiederholgenaue und prozesssichere Handling von Textilien, sogenannter biegeschlaffer Komponenten. Dafür wurde nun eine Automatisierungslösung geschaffen.
„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir künftig mehr als vierzig Modelle nach neuesten Industriestandards, in signifikant kürzeren Lieferzeiten und mit weniger Materialabfall in unserer Manufaktur produzieren werden. Wir haben unsere Produktionsprozesse optimiert und schulen unser Team so, dass wir in Zukunft, mehr als eine halbe Million Produkte jährlich herstellen können“, erklärt Philipp Schwarz. „Durch die Investitionen haben wir uns einen klaren technologischen Vorsprung im Bereich der produzierenden Textilbranche am deutschen Standort Tettnang erarbeitet.“