Nach Angaben von Verdi soll mit dem Warnstreik der Druck auf die Einzelhandels-Arbeitgeber Brandenburgs erhöht werden. Zumal die Verhandlungen am 26. Juni ergebnislos beendet worden waren.
„Wir erwarten, dass die Arbeitgeber endlich zu den eingegangenen Verpflichtungen aus den vergangenen Tarifrunden stehen und nicht weiter auf Zeit spielen. Die Angleichung bei den Sonderzahlungen ist überfällig. Ein verhandlungsfähiges Angebot muss endlich auf den Tisch“, sagte Erika Ritter, Verdi-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel in Berlin-Brandenburg. „Außerdem erwarten wir von den Arbeitgebern endlich wieder die Übernahme von Verantwortung für die Arbeits- und Einkommensbedingungen in der ganzen Branche. Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber durch Nichthandeln verursachen, wie erreichte Standards bei Löhnen und Gehältern, Arbeitszeiten, Urlaub, Sonderzahlungen oder Zuschlägen weiter erodieren.“
Im Einzelhandel Brandenburgs sind derzeit etwa 84.000 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt.
Die nächsten Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und Vertretern der Arbeitgeber sind für den 20. Juli angesetzt.