Die Mitarbeiter des Werks von Pou Yuen Vietnam, das zu chinesischen Yue Yuen Gruppe gehört, wehren sich laut Presseberichten gegen Änderungen im Sozialrecht. Laut einem Bericht der vietnamischen Zeitung VN Express beteiligen sich 90.000 Arbeiter an dem Streik. Demnach sollen sie ab 2016 im Falle ihrer Kündigung keine Einmalzahlung mehr erhalten, sondern einen monatlichen Zuschuss zur Sozialversicherung. Dieser würde allerdings erst fällig, wenn sie das Rentenalter erreicht haben: Männer wenn sie 60 sind und Frauen mit 55 Jahren. Die Streikenden verlangen jedoch eine sofortige Abfindung.
Unter anderem lässt Adidas in dem Werk produzieren.„Wir verfolgen die Situation vor Ort sehr genau und stehen im engen Kontakt Pou Yuen”, teilte Adidas mit. Der Fabrikbetreiber befände sich in Diskussionen mit der lokalen Regierung, um eine Lösung des Konfliktes herbeizuführen.
In der Vergangenheit ist die vietnamesische Regierung hart gegen Streikmaßnahmen vorgegangen. Auf diesem Weg will sich das Land für westliche Auftraggeber als Alternative zu China positionieren. Mit Erfolg: 2014 stieg die Textilproduktion um 15,8% und die Schuhproduktion um 21,6%.