Mit Inflation, Preissteigerungen und Konsumschwankungen hatte der Handel 2022 mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Auch der Onlinehandel blieb nicht verschont: Nach einem Wachstum von rund 30 Milliarden Euro in den letzten beiden Jahren zeigt sich die Entwicklung für 2022 im Vorjahresvergleich wieder rückläufig. Das IFH Köln veröffentlichten Daten, laut denen Marktexpertinnen und -experten mit einem Abfallen des Onlineumsatzes um 2,1% rechnen. Dies entspreche einem Rückgang von 102,1 Milliarden Euro auf 100 Milliarden Euro. Doch selbst mit dem prognostizierten Rückgang befinden sich die Umsätze 2022 vermutlich auf einem Niveau, das 40% über dem Wert des Vor-Corona-Jahres 2019 liegen wird.
Laut dem „Branchenreport Onlinehandel“ des IFH Köln, der aktuelle und zukünftige Online-Dynamiken im deutschen Handel analysiert, sei bei der fortschreitenden Trendentwicklung ein Wachstum des Gesamtvolumens auf ca. 130 Milliarden Euro bis 2026 zu erwarten. Dennoch bleibt man hier vorsichtig: Der Krieg in Europa, die Preissteigerungen und die Inflation können sich auch in der nächsten Zeit negativ auf das Konsumverhalten auswirken, auch wenn für 2023 bereits wieder ein Aufschwung erwartet wird.