Streetwear wird schicker
Auch im Handel sind Terrace und Running die Spitzenthemen. Alexander Imela bloggt für das Trend-Portal sneaker.de und arbeitet in der Funktion auch mit Sneaker Force zusammen. Er beobachtet: „Der Terrace-Style wird noch lange bleiben. Dass Fußball-Trikots im Trend liegen, verleiht dem Thema weiter Aufwind. Der Sneaker-Markt wird vielseitiger, es gibt mehr Marken, die im Trend liegen. Das ist eine schöne Entwicklung. Und mehr Trends laufen parallel zueinander.“ Ein Aufsteiger-Modell nennt der Blogger auch: „Ich sehe, dass der Superstar als
Shell-Toe-Variante im Markt platziert wird, der gerade sein 55. Jubiläum feiert.“ Holger Carl, Einkäufer von 43einhalb, berichtet von der Fläche: „Bei uns finden nach wie vor Terrace-Themen mit Adidas als authentischstem Ableger am stärksten statt. Handball Spezial steigt als Nachfolger von Samba auf. Außerdem 2000er-Running-Styles. Asics funktioniert sehr gut.“ Die Streetwear setzt aber nicht mehr nur auf Sneaker: „Sneaker-Händler müssen sich mit Post-Sneaker-Themen wie Uggs oder Dr. Martens und auch Loafern beschäftigen, die gerade aufkommen. Für uns ist Clarks ein guter Einstieg in den Bereich“, so Carl.
Lacoste bedient diesen Trend mit elevated Sneaker-Styles. Christoph Zitzmann: „Angezogene Styles werden in der Streetwear wichtiger. Wir setzen das Thema um mit dem Modell Umpire mit Loafer- Naht, elegantem Suedeleder, gedeckten Farben und einem zurückhaltenden Ton-in-Ton-Metallic-Croc.“ Auch die Bootsschuh-Brand Sebago stellte auf der Meetnbuy aus und stieß bei den Sneaker-Händlern auf Interesse. „Mit dem Old Money-Trend finden Loafer immer mehr
auch den Weg in die Streetwear. In Krisenzeiten möchte der Mensch etwas repräsentieren und das geht mit Loafern gut. Sie passen auch gut zu den weiten Hosen der aktuellen Mode“, sagte Thomas Gorny.