Prämierter Werdegang
Schuh Haaser firmiert nun an zwei Standorten. Weitere seien bereits geplant, offenbart der junge Geschäftsführer – nur wo, bleibe vorerst ein Geheimnis. „Wir planen die weitere Expansion, da unser Geschäftsmodell, an dem wir viel gearbeitet haben, sehr gut funktioniert.“ Dieses besteht zu etwa gleichen Teilen aus Schuhhandel und Orthopädieschuhbetrieb. Letzterer kam zwar erst in den vergangenen sechs Jahren zum Geschäft dazu, bildet jedoch den wichtigsten Antrieb der Expansion.
Vor sechs Jahren übernahm Clemens Haaser den Betrieb von seinem Vater und bildet damit nun – gemeinsam mit seinem Bruder, der seit kurzem ebenfalls dort tätig ist – die vierte Generation. Der Weg von Clemens Haaser gestaltete sich allerdings alles andere als üblich:
Nach dem Abitur wollte er zunächst im Stahlbetonbau arbeiten und ging dort in die Lehre. Nach einigen Jahren und mühsamer Arbeit bei Schnee und Regen stieg er schließlich in das Handelsunternehmen des Vaters ein, der zum damaligen Zeitpunkt allein tätig war. Schließlich folgte die Ausbildung zum Maßschuhmacher, die Haaser „als Sachsens Bester und unter den Top Drei in Deutschland“ abgeschlossen hat. Nach einer Zwischenstation bei Werdich im Breuningerland in Stuttgart kehrte er in die Heimat zurück und traf dort auf einen Orthopädieschuhmacher, der Hilfe benötigte – wodurch Haaser nicht nur ein neues Berufsgebiet in der Branche kennenlernte, sondern kurzerhand und mit viel Fleiß die Meisterprüfung – ebenfalls mit einem Förderpreis – absolvierte. Mit der neuen Qualifikation kehrte er 2019 in den Familienbetrieb zurück, übernahm diesen und erweiterte das Geschäftskonzept um das Orthopädie-
Thema.