Betrieben wird sie von der Soex Recycling Germany GmbH Bitterfeld-Wolfen, einer der Töchter der in Ahrensburg bei Hamburg ansässigen Soex Textilvermarktungsgesellschaft m.B.H.
Die zahlreichen Gäste der Veranstaltung, darunter Projektbeteiligte aus Frankreich und Großbritannien, nahmen in Augenschein, wie die nicht mehr tragbaren Schuhe per Förderband ihrem zweiten Leben entgegenfuhren: Sie werden zu Schnipseln zerkleinert und diese dann nach Materialien sortiert. Die getrennten Materialien können zum Großteil weiterverwendet und beispielsweise zu Gummimatten verarbeitet werden. Pro Schuh fallen so 70 Prozent weniger Abfall an. Das heißt, aus einer Tonne Schuhe gewinnt die Anlage 700 Kilogramm Sekundärrohstoffe und Metall. Der Rest wird bis auf weiteres kostenpflichtig entsorgt.
Gestartet ist die Anlage, für die eine Million Euro investiert wurde, vorerst einschichtig. Sie wird somit täglich rund eine Tonne Schuhe, das sind etwa 2.000 Paar, recyceln. Dadurch wird sich im Schuhsortierwerk Wolfen, wo täglich 54.000 Paar auf den Weg zu Wiederverwendung oder Müll geschickt werden, der Schuhabfall pro Schicht um 15% reduzieren. Eine Kapazitätserhöhung des Recycling-Projektes ist nach der Pilotphase vorgesehen.