Auf diese drei Dinge kommt es dem slowakischen Unternehmen an. Die Modelle sollen sich nicht nur möglichst natürlich tragen, sondern auch alltagstauglich aussehen, indem sie sich optisch nicht zu sehr von konventionellen Schuhen abheben. Trotzdem folgen sie einer klaren biomechanischen Linie: breite Zehenbox, flexible Sohlen, keine Absatzsprengung. Marketingmanagerin Katarína Holešová sagt: „Unsere Schuhe sehen nicht wie typische Barfußschuhe aus – das ist Absicht.“ Die Entwicklung erfolgt auf Grundlage von Nutzerfeedback, biomechanischer Forschung und Labortests – laut Unternehmensangaben unter Einhaltung definierter sozialer und ökologischer Standards. Belastbarkeit, Materialverhalten und Abriebfestigkeit werden regelmäßig überprüft. Hergestellt wird größtenteils in Europa, ein Teil der Produktion findet inzwischen auch in einem eigenen Werk in Vietnam statt. „Unsere europäische Produktion ist nach wie vor unverzichtbar – vor allem für unsere handgefertigten und limitierten Modelle –, aber unsere vietnamesische Anlage bringt fortschrittliche Technologien und Prozessoptimierung mit, die uns helfen, die wachsende globale Nachfrage ohne Kompromisse zu befriedigen.“ Dabei arbeitet Be Lenka ausschließlich mit Partnern, die seine ethischen und qualitativen Standards teilen, betont das Team. Und die sind hoch: Manche Modelle werden bis zu einer Million Mal gebogen und auf Wasserdichtigkeit getestet. Der Vertrieb läuft überwiegend online, doch auch eigene Läden in Tschechien, der Slowakei, Spanien, Hongkong und Kasachstan sowie ein geplantes Franchisemodell sollen die Sichtbarkeit vor Ort erhöhen. Gerade in Deutschland komme die Mischung aus Gesundheit, Design und Nachhaltigkeit gut an. „Die Menschen dort sind unglaublich gut informiert und schätzen Qualität“, so Marketingmanagerin Alexandra Gálfyová.