Nach vorläufigen Ergebnissen der Bundesbehörde gab es im Juli 2016 im Wirtschaftsbereich Handel mit 315 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 311 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 219 und im Gastgewerbe 214 Insolvenzanträge gemeldet.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Juli 2016 auf knapp 1,7 Mrd. Euro. Im Juli 2015 hatten sie bei rund 1,4 Mrd. Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – sei darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Juli 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Juli 2015.
Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 8.341 übrige Schuldner im Juli 2016 Insolvenz an (-7,9% gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 6.338 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 1.722 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- bzw. ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.