Sie identifizierten die wichtigsten Zielgruppen – und die Modelle, die zu ihnen passen: „Classic Style Seekers“, Frauen im mittleren Alter, die wissen, wo sie modisch stehen und die zeitlose, aber auch individuelle Mode und Beratung wünschen, gehören dazu. Ebenso auch „Time-poor Progressives“, junge Berufstätige oder junge Mütter, die gern online shoppen und deren Mode gern ausdrucksstark sein darf, vor allem aber praktisch sein muss. Insgesamt sind es Menschen im Alter von etwa 35 bis 55 Jahren, die Fitflop ansprechen will. Dafür arbeitet das Unternehmen immer wieder mit spannenden Testimonials zusammen. Mit der serbisch-britischen Modedesignerin Roksanda Ilinčić beispielsweise oder mit dem britischen Künstler Yinka Ilori. „Wir suchen uns aus, mit wem wir zusammenarbeiten“, erläutert Marketing Director Eleanor Wardle. Weil die Marke weltweit aktiv ist, kommt es auch zu Kollaborationen mit Stars der jeweiligen Märkte, wie etwa die südkoreanische Schauspielerin Song Hye-kyo, die in ihrer Heimat längst Kultstatus erreicht hat. „Unser Ziel ist es, die Menschen immer wieder aufs Neue zu überraschen.“ Längst hat sich Fitflop zu einem Global Player entwickelt. Fast wöchentlich entstehen in zahlreichen Ländern der Welt neue Stores oder Shop-in-Shops.
Die Asien-Pazifik-Region zählt derzeit 93 Fitflop-Stores und wächst rasant. Allein elf Standorte kommen im Nahen Osten hinzu, der größte der Welt entsteht in Abu Dhabi. Auch Indien ist ein wichtiger Markt und soll flächendeckend mit Stores ausgestattet werden. Die Expansion fußt auf einer klaren Strategie: Schon 2022 hatte CEO Gianni Georgiades erklärt, das Unternehmen strebe danach, die weltweit größte Marke für Wellness-Schuhe zu werden.
Das neue Retail Design-Koncept wurde vor einem Jahr lanciert; die Standorte sollen demnach eine einheitliche gestalterische Design-Linie aufzeigen. Diese richtet sich nach dem Geschmack der Kundinnen und Kunden. Bei der Expansion mit Monomarkenstores arbeitet das Unternehmen mit Partnern zusammen. Weltweit gibt es aktuell 157 Stand-Alone Geschäfte und zwölf Websites. Die Stores werden zum allergrößten Teil gemeinsam mit Händlern geführt. Lediglich einen Standort in New York führt Fitflop in Eigenregie. Der D2C Anteil soll keinesfalls auf mehr als 40% des Gesamtumsatzes wachsen. Im internationalen Schuh- und Modehandel ist die britische Marke in den zurückliegenden Jahren gut vorangekommen: Hinter rund 5.000 Türen und bei über 2.000 Händlern können Kundinnen und Kunden Fitflop-Schuhe kaufen; dazu gehören das irische Edelkaufhaus Brown Thomas, Harrod’s und Selfridges in London, die US-Warenhäuser Nordstrom und Macy’s, aber auch der Online-Pure-Player Zalando. Fitflop arbeite neben den Märkten USA, UK, Irland und DACH, welche in Eigenregie geführt werden, mit 31 Distributoren weltweit zusammen, schildert Matthias Kiesel, Director Omni Sales EMEAI Central. In den kommenden Saisons will der britische Schuhanbieter die Beziehungen zum Schuh- und Modehandel intensivieren, vor allem auch im Raum DACH.