Wie hat sich Zalando in den vergangenen zehn Jahren mit dem Aufstieg zum Milliarden-Unternehmen verändert?
Die Entwicklung vom Start-up mit ca. 100 Mitarbeitern zum börsennotierten Konzern mit über 15.000 Mitarbeitern hat natürlich das Arbeiten enorm verändert. Es wurden mehr spezialisierte Abteilungen aufgebaut und damit immer mehr Prozesse optimiert und weiteres Know-how ausgebildet. In der Anfangszeit ging es hauptsächlich darum, möglichst schnell möglichst viele Marken von Zalando zu überzeugen und herauszufinden, ob man Mode online verkaufen kann und – wenn ja – wie viel Potenzial in dem Konzept steckt. Im Laufe der Jahre ging es mehr und mehr darum, führend im Mode Onlinehandel zu werden, Innovationen voranzutreiben sowie die Industrie konstant herauszufordern und letztlich das beste Konzept für den Kunden zu entwickeln. Dabei arbeiten wir eng mit den Marken zusammen, um gemeinsam erfolgreich zu sein und als Plattform unseren Partnern unsere Expertise zur Verfügung zu stellen.
Ist die Kultur im Unternehmen heute eine andere als 2009?
Die Kultur hat sich zum einen hauptsächlich verändert, weil das Team internationaler wurde. Die Unternehmenssprache ist mittlerweile Englisch und wir arbeiten in extrem interkulturellen Teams, was das Arbeiten sehr spannend macht. Zum anderen ist das Arbeiten natürlich wesentlich professioneller und strukturierter geworden. Dennoch haben wir uns einige Start-up Eigenschaften beibehalten, wie etwa unternehmerisches Denken, Flexibilität und Schnelligkeit. Und Spaß wird bei uns weiterhin sehr groß geschrieben…
Haben Sie bei Ihrem Einstieg an eine solch rasante Entwicklung geglaubt?
Ich habe das sehr große Potenzial gesehen, aber an diese unglaubliche Entwicklung habe ich nicht geglaubt.