Charlotte Marschall: Unsere Kundinnen sind sehr dankbar, dass sie bei uns nicht nur Kleidung finden, sondern auch Schuhe, Taschen und Handschuhe, die zum Look passen.
Gibt es eine preisliche Schmerzgrenze beim Schuh?
Charlotte Marschall: Die Preislage 450 bis 500 Euro wird noch akzeptiert. Unsere Einstiegspreislage beim Loafer liegt bei 250 Euro.
Kommen Ihre Kundinnen eigentlich mit einer festen Vorstellung zu Ihnen?
Charlotte Marschall: Das kommt vor; uns ist es jedoch lieber, wenn sie ganz offen sind. Allerdings lassen sich auch die Kundinnen, die eine konkrete Vorstellung haben, in der Regel gern von uns beraten.
Stellen Sie bei Ihren Kundinnen Veränderungen in Bezug auf ihr Kaufverhalten fest?
Charlotte Marschall: Nein, ich habe nicht den Eindruck, dass das Kaufverhalten sich geändert hat.
Hat die Wertschätzung für Kleidung sich geändert?
Charlotte Marschall: Nein.
Gibt es Produktgruppen, bei denen der Preis weniger relevant ist als bei anderen?
Sophie Marschall: Der Preis ist generell kein großes Thema bei uns; aber ich habe den Eindruck, dass unsere Kundinnen insbesondere beim Kauf eines Mantels oder eines schönen Pullovers bereit sind zu investieren.
Wie läuft die aktuelle Saison?
Sophie Marschall: Nun, es gibt auch hier in Italien viele Einzelhändler, die klagen. Ich habe allerdings den Eindruck, dass es sich um Händler handelt, die stark auf das Online-Geschäft mit Farfetch gesetzt haben. Da muss man sein Sortiment natürlich völlig anders aufbauen als wir das tun.
Ist der Onlinehandel für Sie keine Option?
Charlotte Marschall: Wir werden niemals online verkaufen, aus dem einfachen Grund, weil ich nicht der Mensch dafür bin. Wir sind ja nicht kommerziell. Unser Sortiment ist auf einer ganz anderen Vision aufgebaut. Ich muss die Menschen sehen, muss spüren können, was sie möchten.
Sophie Marschall: Ich glaube auch nicht, dass der Onlinehandel im Moment die richtige Antwort ist. Unser Konzept setzt voraus, dass die Menschen zu uns hereinkommen und in unserem Geschäft von uns gekleidet werden.