Mit Sorge blicken Roman und Maximilian Gugenberger auf den Markt. Etliche einst große Player – CCC, Reno, Vögele – haben sich längst verabschiedet. Und die verbliebenen Unternehmen stehen unter Druck. Das hält die Gugenbergers aber nicht davon ab, mit ihrer Firma zu expandieren. „Es ist schlimm, wie es gerade in der Branche läuft. Wir setzen trotzdem ein positives Zeichen“, sagt Maximilian Gugenberger, und sein Vater fügt hinzu: „Ohne Idealismus braucht man es gar nicht zu versuchen. Wir sind kaufmännisch orientierte Idealisten.“ Zugleich sehen sie einerseits steigende Kosten und andererseits nicht genug steigende Erträge. „An der Differenz wird nicht ausreichend gearbeitet“, ist Maximilian Gugenberger überzeugt.
Mit Regina Schuhe wolle man sich bestmöglich aufstellen – zum Beispiel, indem auf Hauspreise verzichtet wird, um die volle Marge zu nutzen. Zugleich wollen die Gugenbergers ihren Kundinnen und Kunden ein besonders kuratiertes Sortiment bieten. „Wir versuchen, der unsagbar starken Uniformität zu entkommen, indem wir Produkte anbieten, die man nicht überall findet“, bringt Roman Gugenberger die Strategie auf den Punkt. „Dafür brauchen wir Lieferanten, die mitziehen.“ Die Kollektionsleistung einiger Lieferanten lasse seit einigen Saisons zu wünschen übrig. Der Idealismus, mit dem die beiden Händler ihr Unternehmen betreiben, den wünschen sie sich auch von der Industrie.