Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank gegenüber dem Vorquartal um 0,3 %. Damit fiel der Rückgang um 0,2 Prozentpunkte stärker aus als in der Schnellmeldung vom 30. Juli gemeldet. Ausschlaggebend waren schwächere Ergebnisse in der Industrieproduktion und im Baugewerbe.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag das BIP preisbereinigt um 0,2 % niedriger. Kalenderbereinigt ergab sich dagegen ein leichter Zuwachs von 0,2 %.
Während die Konsumausgaben im zweiten Quartal insgesamt leicht stiegen (+0,3 %), gingen die Investitionen deutlich zurück. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken um 1,4 %, insbesondere in Maschinen und Fahrzeuge (-1,9 %) sowie in Bauten (-2,1 %). Auch vom Außenhandel kamen keine positiven Impulse: Die Exporte gingen leicht zurück (-0,1 %), während die Importe zulegten (+1,6 %).
Die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe sank im Quartalsvergleich um 3,7 %. Im Verarbeitenden Gewerbe wurde ebenfalls ein Rückgang registriert, während Bereiche wie Information und Kommunikation sowie Unternehmensdienstleistungen leicht zugelegt haben.
Im europäischen Vergleich blieb die deutsche Wirtschaft damit zurück: In Spanien (+0,7 %), Frankreich (+0,3 %) und der EU insgesamt (+0,2 %) wuchs die Wirtschaftsleistung, während Italien (-0,1 %) einen geringeren Rückgang verzeichnete. In den USA stieg das BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,7 %.