„Die Welt der Wirtschaft ist ständig in Bewegung – und manchmal auch in Aufruhr. Unser Business wird nicht nur durch interne Kräfte und Entscheidungen beeinflusst, sondern auch durch äußere Faktoren und politische Entscheidungen. Für die internationale Schuhbranche gibt es daher nur eine Strategie: Wir müssen die Veränderungen, die auf uns zu kommen, möglichst früh erkennen und uns vorbereiten. Dazu leistet der World Footwear Congress einen wertvollen Beitrag“, so Jean Pierre Renaudin, der zudem auch Präsident des Verbands der französischen Schuhhersteller ist.
Aktuell werde die Schuhindustrie weitgehend durch Asien dominiert. Auf dem Kongress sei jedoch deutlich geworden, dass vor allem China steigenden Kostenfaktoren ausgesetzt sei, so Renaudin in seinem Fazit. Als Reaktion gebe es derzeit erste Versuche, eine Schuhindustrie in Afrika zu etablieren. Auf der anderen Seite seien erste zaghafte Anzeichen für eine Rückkehr der Produktion näher an die Verbrauchermärkte festzustellen. Gefördert werde diese Entwicklung u.a. durch steigende Transportkosten und verstärkte Umweltauflagen. Eine weitere Herausforderung ist nach den Worten des CEC-Präsidenten die zunehmend geringere Verfügbarkeit von Leder. „Das wird unserer Industrie Probleme bereiten.“ Als Konsequenz haben einige Hersteller bereits ihre Lieferketten vertikal organisiert, indem etwa Gerbereien übernommen wurden.