Seit Jahrzehnten ist Antler der englische Marktführer im Bereich Reisegepäck, erläutern die Geschäftsführer Willy A. Witt und Oliver Böning. Der Hersteller hat sich in der Vergangenheit auf den englischen Markt sowie Asien und Australien konzentriert. Seit rund drei Jahren dehnt Antler seine Aktivitäten auch auf den europäischen Markt aus. Parallel ist die Produktpalette erweitert und in vielen Details weiterentwickelt worden.
Die Kollektion erfülle heute daher internationale Anforderungen, was Design, Leichtigkeit, Ausstattung und Funktionalität betrifft, so Witt weiter. Von den Wettbewerbern unterscheide sich das Sortiment vor allem durch das große Spektrum an Kabinengepäck. Diese Spezialisierung lässt sich leicht erklären: Wer einmal mit Ryan Air & Co. geflogen ist, weiß, wie ernst auf der Insel Gewichts- und Größenbeschränkungen genommen werden. Auf der vergangenen ILM präsentierte man erstmals die Kollektion. Mit der Resonanz seitens des Handels zeigen sich Witt und Böning sehr zufrieden. “Wir verzeichneten einen guten Zuspruch.”
Als Neuheit für die ILM im März kündigen sie unter anderem eine Polycarbonat-Serie mit Aluminium-Rahmen an. “Der Rahmen gibt dem leichten Polycarbonat Trolley zusätzlich eine hohe Stabilität.” Die Schwerpunktpreise liegen zwischen 100 und 200 Euro. Antler konkurriere folglich nicht mit der Schweizer Marke Victorinox, deren hochwertiges Reisegepäck ebenfalls von WW Distribution vertrieben wird, sondern ergänzt das Markenportfolio. “Wir können auf diesem Weg einen deutlich größeren Kundenkreis ansprechen”.
Die Antler-Kunden werden vom bestehenden Vertreternetz betreut. Die Belieferung erfolgt von Schwelm aus. Hier können die Kunden auch auf ein Ersatzteillager zurückgreifen. Denn Witt legt generell Wert auf eine hohe Servicequalität. “Der Verkäufer muss gegenüber seinen Kunden situationsgerecht reagieren. Im Hintergrund finden wir dann mit unseren Lieferanten eine Lösung”, fasst er seinen Anspruch zusammen.
Faltbar
Bereits seit acht Jahren vertritt Witt außerdem die Marke Go Travel. Der britische Reisezubehör-Spezialist liebäugelte bereits seit langem mit einer eigenen Gepäckkollektion. “Go Travel nimmt sich aber die notwendige Entwicklungszeit.” Witt und Böning wissen um den harten Wettbewerb auf dem Gepäckmarkt. Go Travel startet in Deutschland daher mit Trolleys, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen: Sie lassen sich platzsparend zusammenfalten, wenn sie zu Hause nicht gebraucht werden. “Der Fachhandel hat damit nicht nur eine neue Geschichte für das Verkaufsgespräch”, hebt Oliver Böning als Vorteil hervor, sondern der Kunde habe einen echten Zusatznutzen.
Die Kollektion umfasst drei Trolley-Größen, sowie eine Tote Bag und eine iPad-Tasche als Accessoires in den Farben Liquorice Black, Cappucino Brown und Strawberry Red.Chance ReisezubehörGenerell habe sich Go Travel in den letzen Jahren toll entwickelt. Die Reisezubehör-Spezialisten konzentrieren sich fast ausschließlich auf die kontinuierliche Weiterentwicklung ihres Sortiments und bieten heute eine Produktpalette von über 400 Artikeln an. Dazu kommen jedes Jahr etwa 30 bis 50 Neuheiten und Weiterentwicklungen. Bei Go Travel sind Accessoires das Hauptthema und nicht Anhängsel einer dominierenden Gepäck-Kollektion, erläutern Witt und Böning den Unterschied.
Hinzu komme eine funktionierende Logistik, die enorme Umschläge ermöglicht. Hohe fünfstellige Einkaufsvolumina seien an Flughafenstandorten keine Seltenheit. Aufgrund anderer Kundenfrequenzen ließen sich diese Summen im Fachhandel nur bedingt erzielen. Gleichwohl werde das Marktpotenzial häufig unterschätzt, bedauert Oliver Böning. Wichtig zu wissen: Die Präsenter und die Zusammensetzung der Sortimente seien auf Impulskäufe angeregt. Daher führe auch nur das Gesamtkonzept zum Erfolg.