Laut den aktuellen Geschäftszahlen von Zalando hat der Onlinehändler im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 den Umsatz „durch einen konsequenten Fokus auf Konsumenten, Markenpartner und den Ausbau der eigenen Infrastruktur um 23% auf 3,639 Mrd. Euro ausbauen können (2015: 2,958 Mrd. Euro). Das bereinigte EBIT stieg im gleichen Zeitraum auf 216,3 Mio. Euro, was laut Zalando einer Marge von 5,9% entspricht(2015: 107,5 Mio. Euro, 3,6%). Für 2017 erwartet Zalando eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 5,0% und 6,0%.
Der Investitionsaufwand lag im vergangenen Geschäftsjahr ohne Unternehmenszukäufe bei 181,7 Mio. Euro und umfasste vor allem Investitionen in die Infrastruktur, den Ausbau der Automatisierung und selbst entwickelte Software. Zalando erwartet auch für das laufende Geschäftsjahr 2017 Investitionen in Höhe von rund 200 Mio. Euro in den gleichen Bereichen.
Obwohl Zalando seinen Umsatz in 2016 kräftig steigerte, verharrte der Nettogewinn auf Vorjahresniveau. So betrug dieser im abgeschlossenen Geschäftsjahr 120,5 Mio. Euro und liegt damit leicht um 1% unter dem Vorjahreswert. (2015: 121,5 Mio. Euro)
Zu Beginn dieser Woche hat Zalando den Kauf des Retail-Geschäfts der Kickz AG mit Sitz in München vereinbart. Kickz ist der führende Multichannel-Einzelhändler für Basketball. Mit dem Zukauf will Zalando das Sport- und Lifestyle-Segment stärken, insbesondere im Bereich Basketball. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Österreich. Mit dem Vollzug der Transaktion wird in der ersten Jahreshälfte 2017 gerechnet. Alle Parteien haben zu den finanziellen Einzelheiten Stillschweigen vereinbart. Darüber hinaus will das E-Commerce-Unternehmen mehr als 2.000 Arbeitsplätze schaffen.