Das Unternehmen strebt laut Mitteilung eine Platzierung von 10 bis 11% seines Eigenkapitals (nach IPO) an. Geplant sei die Ausgabe von neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Die bestehenden Zalando-Gesellschafter sollen ihre Anteile behalten und werden diese im Rahmen des Angebots nicht verkaufen. Die derzeit größten fünf Aktionäre sind Investment AB Kinnevik (36%), Global Founders (17%), Anders Holch Povlsen (10%), DST Europe (8%) und Holtzbrinck Ventures (8%).
„Das Erreichen der Gewinnschwelle im ersten Halbjahr 2014 ist ein wichtiger Meilenstein, der die Attraktivität unseres Geschäftsmodells einmal mehr unterstreicht“, sagte Rubin Ritter, Mitglied des Vorstands von Zalando. „Der Gang an die Börse ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Zalando, da er uns – über die Aufnahme von Eigenkapital hinaus – die nötige Flexibilität gibt, um unsere langfristigen Wachstumsambitionen weiterzuverfolgen.“
Morgan Stanley, Goldman Sachs International und Credit Suisse wurden als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners mandatiert. Deutsche Bank und J.P. Morgan fungieren als Joint Bookrunners. Jefferies und Stifel Nicolaus Europe agieren als Co-Lead Manager.
Wie das Unternehmen weiter mitteilt, wurde im Juli 2014 eine Kreditlinie über 200 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen, welche revolvierend in Anspruch genommen werden könne. Die Kreditlinie könne für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.
Am 28. August hatte Zalando Zahlen zum ersten Halbjahr 2014 präsentiert. Demnach konnte der Berliner Onlinehändler seinen Nettoumsatz um 29,5% auf 1.047 Mio. Euro steigern; in der DACH-Region um 21,2% auf 594 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich signifikant mit einer positiven konzernweiten EBIT-Marge in Höhe von 1,2% (erstes Halbjahr 2013: -8,9%). In der DACH-Region wurde eine EBIT-Marge von 4,6% erreicht.