Blasen sind der Angstgegner, wenn es auf eine Wandertour geht. Kaum etwas soll mehr vermieden werden, als sich auf der ersten Etappe einer mehrtägigen Reise eine Blase einzufangen und dann nur noch gequält durch die Natur zu humpeln. Eigentlich wollte man sie doch in vollen Zügen genießen. Viele Menschen kaufen sich teure Wanderschuhe und erhoffen sich davon unter anderem, Blasen zu vermeiden. Wenn diese dann trotzdem auftreten, herrscht verständlicherweise Frust. Das liege daran, dass sich die Wenigsten Gedanken darüber machen, wie eine Blase entsteht. Dementsprechend werde nichts konkret gegen die Ursache getan, erklärt Günter Klein, Geschäftsführer von Sourceplan Deutschland, der im Gespräch direkt den Vorgang beschreibt, der zur Blase führt: „Eine Blase entsteht, weil der Fußknochen sich im Fuß hoch- und runterbewegt, während die Haut durch die Socke gebremst wird und sich nicht so stark mitbewegt. Durch diese Bewegung entstehen sogenannte Scherkräfte, durch die das Gewebe aufgerissen werden kann.“ Feuchtigkeit und Wärme fördern die Blasenbildung. Das Unternehmen will über die Entstehung von Blasen aufklären und dabei helfen, ihnen gezielt vorzubeugen.
Gerade regelmäßige Wanderer wissen oft um die Scherkräfte, die zu Blasen führen. In der Community haben sich einige Hausmittel herumgesprochen. Manche schmieren sich Vaseline oder Hirschtalg auf den Fuß, damit er besser über die Socke gleitet. Andere tapen sich die besonders gefährdeten Stellen. Ein beliebter Trick ist es, zwei Socken übereinander anzuziehen, wie Klein beschreibt: „Eine Socke liegt eher an der Haut, die andere Socke eher am Schuh. Die Socken gleiten leicht aneinander. Dadurch wird die Haut nicht angehalten.“ Die Doppelsocke Wrightsock von Sourceplan basiert auf derselben Idee. Die Socken sind doppellagig und an drei Stellen miteinander verbunden: oben am Schaft, vorne am Zeh und hinten am Knöchel. Die Lagen sollen sich kontrolliert bewegen und mit dem Fuß gleiten, ohne dass sich der Träger fühlt, als schwimme der Fuß im Schuh. Bestehend aus einem Feuchtigkeit abweisenden Material sollen sie Blasen besser verhindern als zwei handelsübliche Socken. Im US-Ostküstenstaat North Carolina produziert Sourceplan nach eigenen Angaben mit 35 Werksmitarbeitenden rund 6 Mio. Socken im Jahr in diversen Varianten, passend für verschiedene Schuhe. Für dickere Wanderschuhe gibt es dickere und höhere Socken, für dünnere Schuhe zum Laufen reichen auch feinere Socken. Zusätzliche Features gibt es zum Beispiel bei Modellen mit einer Außensocke aus Merinowolle oder einer Extra-Polsterung. Das Prinzip ist jedoch immer das Gleiche. Dank der Varianten sollen die Socken nicht nur beim Wandern, Laufen oder anderen Outdoor-Aktivitäten geeignet sein, sondern genauso gut im Alltag schützen, wenn die Füße gefordert sind oder in harten Businessschuhen tagelang über eine Messe gelaufen wird.