Sorge vor steigenden Inzidenzen und neuen Einschränkungen

BTE: „Maskenpflicht ist das kleinere Übel“

Einzelhandel in Corona-Zeiten: mit Mut und Maske (Foto: Arturo Rey/Unsplash)
Einzelhandel in Corona-Zeiten: mit Mut und Maske (Foto: Arturo Rey/Unsplash)

Anlässlich der Entscheidung über das Infektionsschutzgesetz positioniert sich der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren.

Noch vor wenigen Wochen standen die Zeichen auf Erholung. Der Handel sei mit Blick auf die F/S-Saison „sehr optimistisch, ja, fast euphorisch“ gewesen, erläuterte Andreas Bartmann, Vizepräsident des Verbands, am 18. März im Rahmen einer Pressekonferenz. Alles habe gepasst: sinkende Inzidenzen, anstehende Lockerungen, das Wetter. „Es sollte ein großer Schritt in Richtung Normalität werden“, so Bartmann.
Dann kam der Krieg in der Ukraine. Und auch die Corona-Pandemie nahm wieder an Fahrt auf. Beides habe die Stimmung erheblich eingetrübt, so das Fazit des Globetrotter-Geschäftsführers.
Obwohl der Handel in den zurückliegenden Saisons immer wieder auch die Maskenpflicht als Hindernis gerade auch beim Modeshoppen ins Feld geführt hatte, sieht man beim BTE nun ein schnelles Ende der Maskenpflicht kritisch. „Wir glauben, dass momentan die Zeit dafür nicht reif ist“, erklärte BTE-Geschäftsführer Rolf Pangels. Man sehe dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Angesichts der aktuellen Entwicklung tun wir gut daran, die Maskenpflicht noch zwei, drei Wochen beizubehalten.“ Unbedingt zu vermeiden sei die Wiedereinführung von 3G oder 2G, sollten die Inzidenzen weiter steigen. Im Vergleich dazu sei die Maskenpflicht das kleinere Übel. 
Aus Sicht von Andreas Bartmann zählt dabei noch ein weiterer Aspekt: „Die Maske wird auch von den Mitarbeitenden gewünscht.“ Es gebe in einigen Unternehmen zweistellige Krankenstände. Vorstellbar sei es, mit Lockerungen bis Ende Mai zu warten. Zudem brauche man dann eine „vernünftige Lösung“ für den Sommer.

 
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Petra Steinke / 18.03.2022 - 12:09 Uhr

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