„Ziele erreicht und sogar übertroffen“

Tecnica-Umsatz übersteigt Vor-Krisen-Niveau

Giovanni Zoppas (Foto: Tecnica Group)
Giovanni Zoppas (Foto: Tecnica Group)

Sattes Plus: Die Tecnica Gruppe, zu der unter anderem der Schuhhersteller Lowa gehört, hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr deutlich steigern können – und auch im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie.

Die Umsätze des Konzerns stiegen 2021 um 21,8% auf 466 Mio. Euro. Das EBITDA des auf Outdoor fokussierten Unternehmens mit mehreren Marken erreichte 77 Mio. Euro – 40% mehr als im Vorjahr. Auch mit Blick auf das Vor-Corona-Jahr 2019 konnte die Tecnica-Gruppe an Umsatz zulegen: So stieg der Umsatz um 9,8% und das EBITDA um 55% im Vergleich zu 2019.
Treiber des Erfolgs war der Export: Die Unternehmen der Gruppe, darunter der Schuhanbieter Lowa, Blizzard, Moon Boot, Nordica und Tecnica, werden in über 80 Ländern weltweit vertrieben. Im Jahr 2021 entwickelten sich besonders die Märkte USA (Umsatz von 120 Mio. Euro, +32,5% gegenüber 2020 und +41% gegenüber 2019) und Deutschland (Umsatz von 107 Mio. Euro, +16,8% gegenüber 2020 und +10% gegenüber 2019) herausragend. Aufgeschlüsselt nach Produktkategorien entfallen 60% des Umsatzes auf Schuhe, 30% auf Wintersportprodukte und die restlichen 10% auf Inline-Skates.
Neben guten Verkäufen hatte die Gruppe im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auch Hürden zu nehmen, wie etwa höhere Energiepreise und Einschränkungen bei der Rohstoffversorgung.

„Ich glaube, dass wir in erster Linie den mehr als 3.400 Mitarbeitern der Tecnica Group unseren Dank für die Ergebnisse aussprechen sollten, die wir im Jahr 2021 trotz erheblicher Herausforderungen im Zusammenhang mit Covid-19 und ungünstigen wirtschaftlichen Faktoren wie steigende Rohstoff-, Transport- und Energiekosten erreichen konnten“, sagt Alberto Zanatta, Präsident der Gruppe. „Wir haben uns als solide, dynamische, belastbare und veränderungsbereite Gruppe erwiesen und so die selbst gesteckten Ziele erreicht und sogar unsere Leistungen im letzten Jahr vor der Pandemie übertroffen.“
Das kommende Jahr bringt laut dem Unternehmen weitere Hürden mit sich. Zunächst seien dies die dramatischen Ereignisse rund um den russisch-ukrainischen Konflikt und die anhaltend herausfordernden makroökonomischen Bedingungen. Ziel sei es aber, weiter zu wachsen, hauptsächlich durch Forschung und Entwicklung, einhergehend mit dem größtmöglichen Fokus auf Umwelt- und Sozialthemen.
Seit Mai 2021 ist Giovanni Zoppas CEO und General Manager der Tecnica Group. Man habe es sich zum Ziel gesetzt, die internationale Führungsposition des Unternehmens weiter zu festigen und einen Weg der Entwicklung einzuschlagen, „der es uns ermöglicht, das enorme Potenzial der Gruppe und ihrer herausragenden Marken optimal zu nutzen“, so Zoppas.

Über die Tecnica-Gruppe

Die Tecnica Group ist ein international agierender Anbieter von Outdoor-Schuhen und Skiausrüstung. Das Portfolio des Unternehmens umfasst Tecnica (Skischuhe und Schuhe), Nordica (Ski und Skischuhe), Moon Boot (Schuhe), Lowa (Wander- und Outdoorschuhe), Blizzard (Ski) und Rollerblade (Inlineskates). Das Unternehmen wurde 1960 von Giancarlo Zanatta gegründet und stellte nach eigenen Angaben den ersten Skischuh aus doppelt gespritztem Kunststoff her.
Heute ist es eine internationale Gruppe mit zehn Niederlassungen und Direktvertretungen sowie mehr als 40 Vertriebspartnern in 80 Märkten aktiv. Sie beschäftigt 3.150 Mitarbeiter, davon etwa 300 in Italien, wo die meisten am Hauptsitz in Giavera del Montello (TV) arbeiten. Das Unternehmen ist weiterhin in Händen der Familie Zanatta: Im Jahr 2017 öffnete sich die Inhaberfamilie für Fremdkapital: Das Unternehmen Italmobiliare trat seinerzeit als Minderheitsaktionär in die Aktionärsstruktur ein.

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Petra Steinke / 15.03.2022 - 15:03 Uhr

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