Das Fraunhofer CCPE (Cluster of Excellence Circular Plastics Economy), eine institutsübergreifende Forschungseinheit aus sechs Fraunhofer-Instituten, hat zum Tag des Duftes am 27. Juni darauf aufmerksam gemacht, wie der Geruch von verwendetem Kunststoff eine Herausforderung für die Recycling-Fähigkeit darstellt. Häufig seien Rezyklate aus der Wertstofftonne durch organische und anorganische Verunreinigungen oder durch Abbaureaktionen während des Recyclingprozesses mit unangenehmen Gerüchen belastet. Das mache deren Wiederverwertung anspruchsvoller und limitiere den Einsatz der Rezyklate auf geringwertige Anwendungen.
Die Forschungsabteilung Circular Additives and Compounds hat mehrere Strategien entwickelt, das Problem mit übel riechendem Rezyklat zu bewältigen. Zum einen kann das Rezyklat in der sogenannten Sandwich-Struktur von einer dünnen Schicht aus neuem Material umschichtet werden, um die Freisetzung des Geruchs zu verhindern. Zum anderen forschen die beteiligten Institute an Additiven, die mit dem Rezyklat vermischt werden können, um den Geruch zu neutralisieren. Dabei müssten die Wechselwirkungen der Stoffe individuell geprüft werden, um herauszufinden, für welches Rezyklat es welches Additiv braucht, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.