Der Sportartikelhersteller Adidas sieht sich im Bereich China mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Einem anonymen Mitarbeiterbrief zufolge würden höhere Angestellte, vorrangig im Marketingbereich tätig, vermehrt Zahlungen annehmen und höhere Summen veruntreuen. Das Unternehmen gab daraufhin bekannt, den Vorwürfen nachzugehen.
Wie nun das Medium Footwearnews berichtet, gibt es erste Fortschritte im Vorgehen der Sportmarke. Demnach wurden bereits zwei Angestellte entlassen, die in die Vorwürfe verwickelt waren. „Es wurden Beweise dafür gefunden, dass ein Mitarbeiter bei der Interaktion mit lokalen Verkäufern gegen den Verhaltenskodex des Unternehmens verstoßen hat“, heißt es von Claudia Lange, Vizepräsidentin für externe Kommunikation bei Adidas. „Unabhängig davon hat ein zweiter Mitarbeiter die Erwartungen der Unternehmensführung, gegenseitigen Respekt und Vertrauen zu zeigen, nicht erfüllt. Infolgedessen haben beide Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.“ Neben dem Erhalt von Schmiergeld soll es dabei auch zu Mobbing-Vorfällen am Arbeitsplatz gekommen sein.
Laut dem anonymen Brief sei dies nicht das erste Mal, dass Adidas Korruptionsvorwürfen in China nachgehen musste. Bereits in der Vergangenheit wurden die ehemaligen Marketingleiter Christine Pan und Simon Wang wegen ähnlichen Vorwürfen entlassen.