Adidas ist mit einem deutlichen Umsatzplus in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal legte der währungsbereinigte Umsatz um 14 % auf 6,6 Mrd. Euro zu. Das Betriebsergebnis stieg um 16 % auf 705 Mio. Euro, die operative Marge verbesserte sich auf 10,7 %. Auch der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich um 11 % auf 484 Mio. Euro.
Treiber der Entwicklung war vor allem das Direct-to-Consumer-Geschäft: Weltweit verzeichnete Adidas hier einen Sell-out-Anstieg von 22 %, mit Zuwächsen von 25 % im E-Commerce und 19 % im eigenen Einzelhandel. „Dass alle Märkte zweistelliges Wachstum in ihrem DTC-Geschäft erzielen, ist sehr, sehr selten, und ein Beleg dafür, dass unsere Teams sehr viel richtig machen“, sagt CEO Bjørn Gulden.
Im Produktbereich entwickelte sich insbesondere die Bekleidung dynamisch und wuchs um 31 %. Das Schuhsegment legte trotz eines promotionsgetriebenen Marktumfelds um 4 % zu, mit starken Impulsen aus Running und Training sowie ausgewählten Lifestyle-Familien. Insgesamt zeigte sich ein breit gefächertes Wachstum über Performance- und Lifestyle-Kategorien hinweg.
Im Performance-Bereich profitierte Adidas von der hohen Nachfrage in Fußball, Running und Training. Impulse kamen unter anderem von neuen Laufschuhmodellen sowie der Fußball-WM-Vorbereitung. Auch Innovationen wie 3D-gedruckte Performance-Schuhe sollen künftig zusätzliche Wachstumschancen eröffnen.
Im Lifestyle-Segment setzte das Unternehmen auf die Weiterentwicklung ikonischer Modelle und trendgetriebener Silhouetten. Klassiker wie der Samba wurden neu interpretiert, etwa im „Mary-Jane“-Look, während Ballerina-inspirierte Designs zusätzliche Nachfrage generierten.
Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Marktumfeld herausfordernd. „Das allgemeine Einzelhandelsumfeld ist momentan sehr volatil und in vielen Märkten stark von Rabatten geprägt, besonders im Lifestyle-Schuhsegment“, so Gulden. Entsprechend setze Adidas weiterhin auf eine disziplinierte Distributionsstrategie und kontrollierte Rabattpolitik.
Mit Blick auf die kommenden Monate sieht sich das Unternehmen gut positioniert – auch im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft. „Wir sind nun bereit für die Fußball-WM“, erklärt Gulden. „Trotz vieler Liefer- und Transportprobleme haben wir den Großteil der Produkte in den Märkten und freuen uns auf ein fantastisches Event, das für uns großartig werden wird.“