Im Jahr 2024 konnte es Adidas wieder in die Gewinnzone schaffen. Der Konzern vermeldete zuletzt ein Betriebsergebnis von 1,7 bis 1,8 Mrd. Euro mit einem Umsatzanstieg im hohen einstelligen Bereich. Trotz des Erfolges stehen dem Unternehmen jedoch herausfordernde Zeiten bevor: Um der herausfordernden Marktlage entgegenzuwirken und die „konservativen Prognosen“ zu erfüllen, plant Adidas verschiedene Maßnahmen. Wie der Vorstandsvorsitzende Bjørn Gulden der Nachrichten Agentur Reuters mitteilt, plant das Unternehmen nun unter anderem die Streichung von rund 500 Stellen in der Konzernzentrale in Herzogenaurach. Dies sei als „Teil eines Vorstoßes zur Vereinfachung der Organisation und um Teams in verschiedenen Märkten mehr Macht zu geben, um lokale Produkte zu entwerfen und zu vermarkten“, heißt es seitens Gulden.
Bereits im Januar wurden intern in einem Townhall-Meeting im Adidas-Headquarter Umstrukturierungen angekündigt. Adidas reagierte in der Folge auf schuhkurier-Anfrage mit der Aussage, bestehende Strukturen überprüfen zu wollen. „In den vergangenen zwei Jahren haben wir eine starke Dynamik für unser Geschäft, unsere Marke und unsere Produkte erzeugt. Das zeigt, dass unser Ansatz, Kundenorientierung in den Mittelpunkt zu stellen, funktioniert. Wir haben jedoch auch festgestellt, dass unsere aktuellen Unternehmensstrukturen in einer sich ständig verändernden Welt zu komplex sind.“ Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen rund 5.800 Menschen in Herzogenaurach, weltweit rund 60.000.