Das Unternehmen Adidas hat den Umsatz im dritten Quartal 2024 währungsbereinigt um 10% gesteigert. Getrieben wurde die Entwicklung durch ein Umsatzplus der Marke Adidas um 14%. In Euro gab es ein Wachstum um 7% von 5,9 Mrd. Euro auf 6,4 Mrd. Euro. Die Bruttomarge hat sich um 2 Prozentpunkte auf 51,3% verbessert. Das Betriebsergebnis ist von 409 Mio. Euro auf 598 Mio. Euro gestiegen, was einer operativen Marge von 9,3% entspricht (2023: 6,8%). Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen des Unternehmens belief sich auf 469 Mio. Euro (2023: 270 Mio. Euro). Der unverwässerte und der verwässerte Gewinn je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg auf 2,44 Euro (2023: 1,40 Euro). Über den Kanal Wholesale ist der Umsatz auf währungsbereinigter Basis um 13% gestiegen, über den D2C-Kanal um 7%. Ohne den Abverkauf der Yeezy-Restbestände mit einzuberechnen, ist der D2C-Umsatz jedoch um 17% gestiegen. Die stationären D2C-Geschäfte sind zweistellig gewachsen, der D2C-Online-Kanal ging jedoch um 3% zurück. Auch hier zeigt sich bei Nicht-Betrachtung der Yeezy-Restbestände ein anderes Bild: Diese herausgerechnet gäbe es über den Online-D2C-Kanal ein Umsatzplus von 25%. Der währungsbereinigte Umsatz in Europa stieg im dritten Quartal um 18%. In den sich entwickelnden Märkten erhöhte sich der Umsatz um 16%, in Lateinamerika um 28% und in Japan/Südkorea um 18%. In China wurde ein Anstieg um 9% verzeichnet. In Nordamerika ging der Umsatz um 7% zurück. Bei den Abverkäufen ohne Yeezy ist der Umsatz in Nordamerika im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Im Segment Schuhe ist der Umsatz währungsbereinigt um 14% gestiegen. Dazu haben insbesondere die Originals-Modelle (Samba, Gazelle, Superstar, Campus, Spezial und SL 72) mit einem starken zweistelligen Umsatzplus beigetragen. Im Bereich Bekleidung gab es ein Plus von 5%. Innerhalb dessen gab es ein starkes zweistelliges Wachstum im Segment Fußball, in dem für die wichtigsten europäischen Vereine modische Ausweichtrikots im Retro-Stil entworfen wurden, zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 mit dem Dreiblatt-Logo. Im Bereich Accessoires gab es ebenso einen Umsatzanstieg um 10%.
Das Unternehmen stellte sich mit neuen Varianten der Retro-Sneakern breiter auf, um der Nachfrage nach diesen Styles gerecht zu werden. Außerdem skalierte Adidas die Volumen im Bereich Retro-Running aufgrund der schnell wachsenden Nachfrage nach dem SL72 weiter und brachte mehrere Schuhfamilien im Bereich Low Profile, wie den Taekwondo, auf den Markt. Die Abverkäufe der Yeezy-Restbestände machen einen immer kleiner werdenden Anteil der Umsätze aus. Im dritten Quartal 2023 wurden 350 Mio. Euro mit Yeezys umgesetzt, im dritten Quartal 2024 noch 200 Mio. Euro.
„Das dritte Quartal war ein sehr starkes Quartal für uns und erneut besser als erwartet. 14 % zugrunde liegendes Wachstum der Marke adidas, eine sehr gesunde Bruttomarge über 51 % und ein Betriebsergebnis von 598 Mio. € sind Zahlen, mit denen wir sehr zufrieden sind, und ein Beweis dafür, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Ich bin besonders stolz darauf, dass wir in allen Regionen, in allen Vertriebskanälen und jetzt auch in allen Produktkategorien wachsen“, kommentiert Bjørn Gulden die Zahlen: „All das belegt die Stärke der Marke Adidas und ist ein Ergebnis der großartigen Arbeit, die unsere Leute in allen Märkten und allen Funktionen leisten. Mit der Begeisterung, die wir wieder für die Marke Adidas erzeugt haben, haben wir die große Chance, eine Verbindung zu einer neuen Generation von Konsumentinnen und Konsumenten aufzubauen. Das gilt sowohl für Lifestyle- als auch Performance-Produkte – und zwar in allen Märkten.“