Dramatische Sonnenaufgänge, spektakuläre Gipfelerfolge und emotionale Selbstfindung: Outdoor-Content gehört zu den meistgeteilten Inhalten auf Social Media. Ein Projekt des italienischen Outdoor-Schuhherstellers Aku zeigt nun, was hinter diesen Bildern steckt – und was oft ausgeblendet wird.
Im Rahmen des Projekts „Zero to Hero“ begleitete Expeditionsbergsteiger und Bergführer Reiner Taglinger fünf junge Frauen ohne alpine Vorerfahrung auf eine mehrtägige Trekkingtour im Himalaya. Ziel war der 4.065 Meter hohe Pikey Peak. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht der Gipfelerfolg, sondern die Realität des Weges dorthin.
„Viele Inhalte zeigen nur den perfekten Moment“, sagt Initiator Reiner Taglinger. „Unser Anspruch ist es, Erlebnisse einzuordnen und ehrlich sichtbar zu machen, was dahintersteckt.“ Entsprechend wurde die Reise bewusst dokumentiert und nicht inszeniert – inklusive Zweifel, Erschöpfung und Überforderung.
Die Tour führte von Kathmandu in die Region Solo Khumbu und verlangte den Teilnehmerinnen körperlich wie mental einiges ab: lange Etappen, Höhenunterschiede von bis zu 1.250 Metern pro Tag sowie einfache Unterkünfte ohne Komfort. „Man merkt erst vor Ort, was hinter solchen Bildern wirklich steckt“, sagt Teilnehmerin Lea.
Ein zentrales Element des Projekts war der direkte Vergleich zwischen digitaler Inszenierung und Realität. Ausgangspunkt bildete ein KI-generiertes Bild eines idealen Gipfelmoments. Vor Ort zeigte sich jedoch ein anderes Szenario: Nebel, eingeschränkte Sicht und wechselhafte Bedingungen machten die geplante Aufnahme unmöglich. Der Kontrast verdeutlicht, wie stark visuelle Inhalte Erwartungen prägen – und wie wenig planbar die Realität ist.
Auch aus Produktsicht liefert das Projekt relevante Einblicke. Unter realen Bedingungen kamen leichte Wander- und robuste Bergschuhe von AKu zum Einsatz, die sich im anspruchsvollen Gelände bewähren mussten. Funktionalität und Verlässlichkeit stehen dabei klar im Vordergrund.
„Ich habe gemerkt, was möglich ist, wenn man sich darauf einlässt – auch ohne Erfahrung“, so Teilnehmerin Veronika. Das Projekt macht deutlich: Entscheidend ist nicht das perfekte Bild, sondern das tatsächliche Erlebnis – eine Perspektive, die im digitalen Raum oft zu kurz kommt.