Seit Jahresbeginn ist die Aktie des Onlineversandhändlers um 70% gestiegen und notierte Ende Juli auf einen neuen Höchststand von rund 536 US-Dollar. Im richtigen Moment stieß Jeff Bezos einen Teil seines Aktienpakets ab und erzielte damit mehr als 500 Mio. US-Dollar.
Vorwürfe gegen Amazon
Laut einem Bericht der ’New York Times‘ herrschen bei Amazon unmenschliche Arbeitsbedingungen. Mehrere ehemalige und aktuelle Mitarbeiter berichten von unzumutbaren Zuständen, unter anderem von Fällen, in denen Menschen nach familiären Schicksalsschlägen oder Gesundheitsproblemen ohne das nötige Mitgefühl behandelt worden seien. Mitarbeiter würden gegeneinander aufgehetzt, Tränen seien an der Tagesordnung, ebenso eine 80-Stunden-Woche mit nächtlichem E-Mail-Terror.
Mittlerweile hat auch Jeff Bezos auf die Vorwürfe in der ’New York Times‘ reagiert. „Der Artikel beschreibt nicht das Amazon, das ich kenne“, betont der 51-Jährige in Schreiben an die Mitarbeiter, das von mehreren Technologie-Blogs veröffentlicht wurde. Er würde ein solches Unternehmen verlassen, schrieb Bezos und rief Mitarbeiter auf, sich bei der Personalabteilung oder bei ihm persönlich zu melden, wenn derlei Fälle bekannt werden.