"Die Weigerung von Amazon, über einen Tarifvertrag zu sprechen, zeugt von mangelndem Respekt und fehlender Wertschätzung gegenüber der Leistung der Beschäftigten“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „Nur ein Tarifvertrag bietet den Kolleginnen und Kollegen bei Amazon Sicherheit und Planbarkeit."
Zur Unterstützung der Streikenden nahm der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske am 30. Mai um 11 Uhr an der Streikkundgebung in Leipzig teil. "Wir werden nicht hinnehmen, dass Amazon dauerhaft daran festhält, einseitig und willkürlich Bezahlung und Arbeitsbedingungen festzulegen", betonte Nutzenberger weiter.
Als erster Schritt hin zu einem Tarifvertrag seien Lohnerhöhungen bei Amazon nötig. Während die Beschäftigten im Tarifbereich Einzel- und Versandhandel im vergangenen Jahr Entgeltsteigerungen von 5,1% in zwei Stufen erreicht hatten, gab es für Beschäftigte bei Amazon lediglich eine Erhöhung um durchschnittlich 2%. Für dieses Jahr seien beim Versandhändler bislang keine Erhöhung und kein Urlaubsgeld vorgesehen, heißt es von Verdi.