Der Start am Montag erwies sich dabei als sehr schwach – Aussteller berichteten unisono über eine geringe Frequenz. Besser lief der zweite Messetag, den viele Händler aus ANWR Schuh, Garant und Rexor nutzten, um sich ein Bild von modischen Kollektionen zu machen und Aufträge zu platzieren. Ruhig verlief wiederum der dritte Messetag.
Seitens der Organisatoren hieß es, dass das Besucheraufkommen etwa auf dem Niveau der vorherigen Veranstaltung gelegen habe. Endgültige Zahlen wurden noch nicht genannt.
Spürbar war nach Aussage etlicher Aussteller die Orderzurückhaltung des Handels. Das bestätigt auch der ANWR-Warenexperte Albert Mayer. „Die Händler sparen, das ist angesichts der Gesamtsituation verständlich. Ich hoffe nur, dass nicht an der modischen Aussage gespart wird. Schwierig für den Handel ist allerdings, dass sich in vielen Kollektionen das weitgehend gleiche Angebot findet.“
Bemängelt wurde von Händlern wiederum der zu geringe terminliche Abstand der ANWR-Messen zu Moda made in Italy und Essenz in München. Zugleich wurde beklagt, dass der Zeitraum bis zum Beginn der H/W-Verkaufssaison zu groß sei. „Wir sind in diesem Jahr zu einem Zeitpunkt mit der Order fertig, zu dem wir letztes Jahr damit überhaupt erst angefangen haben“, so ein Händler.
Als Frequenzhemmer könnten sich speziell am 18. März auch die Krawalle rund um die Eröffnung des EZB-Gebäudes in Frankfurt erwiesen haben. So waren schon morgens Autobahnen um Frankfurt gesperrt, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Das könnte Händler von einem Besuch in Mainhausen abgehalten haben.
Auch das Wetter, das mit frühlingshaften Temperaturen aufwartete, mag nach Einschätzung von Ausstellern dazu geführt haben, dass sich Händler entschlossen, in ihrem Geschäft zu bleiben.
Weitere Informationen zu ANWR First Order und ANWR Scala lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 13.