In Leipzig trafen sich die Mitglieder der Genossenschaft zum Händlerforum und zur Generalversammlung ganz unter dem Zeichen: „Stell dir vor…“ Frank Schuffelen, Vorstandsvorsitzender der internationalen Handelskooperation ANWR Group, erklärt, was das für die Ziele der ANWR Group bedeutet: „Die ANWR Group wird sich zu einer Möglichmacher-Organisation entwickeln. In ihr spielen Menschen und der kulturelle Umgang miteinander eine ganz zentrale Rolle. Das schafft den Raum für kreative Ideen, in dem sich neue Lösungsansätze entwickeln.“
Im Jahr 2022 erzielte die Unternehmensgruppe Umsatzerlöse von 722 Mio. Euro. Vor Steuern verdoppelte sich das Ergebnis von 4,0 auf 8,3 Mio. Euro. „Die Unternehmensgruppe hat sich 2022 gut behauptet und ist wirtschaftlich stabil“, so Schuffelen weiter. Dabei sei vor allem die ausgewogene Verteilung der Umsatzerlöse auf unterschiedliche Quellen wichtig. So trugen laut ANWR Group die Provisionseinnahmen aus dem Geschäft der Zentralregulierung, des Payments und Factoring mit einem Anteil von 35% (und damit 253 Mio. Euro) zu den Umsatzerlösen bei. Der Anteil der Zentralfakturierung lag bei 23% (165 Mio. Euro), des Großhandels bei 18% (127 Mio. Euro) und des Einzelhandels und E-Commerce bei 19% (143 Mio. Euro). Gleichzeitig lag die Rückvergütung von Anreizprämien oder ähnlichem an die Händler bei rund 40 Mio. Euro, was einer Steigerung von rund 10. Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mitglieder der Genossenschaft erhalten außerdem eine Dividende in Höhe von 10% für das Jahr 2022. Für 2023 lag das Abrechnungsvolumen zum 31. Mai mit 8,7 Mrd. Euro noch um 2% unter dem des Vorjahres.
Gut verbunden
Rund 4.800 Händler aus 20 europäischen Ländern seien mit der ANWR Group verbunden. Der Großteil stammt mit 54% aus Deutschland, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden. Über 500 Handelspartner hätten sich laut ANWR Group im letzten Jahr der Unternehmensgruppe angeschlossen. Dem stehen aktuell rund 2.500 Industriepartnern gegenüber, knapp 200 Lieferanten, die 2022 in die Zentralregulierung aufgenommen wurden.
Für eine positive Unternehmenskultur, die die Basis für wirtschaftlichen Erfolg sei, lobte Schuffelen das Engagement der Mitarbeitenden. „Menschen stehen bei all unseren Aktivitäten im Mittelpunkt. Neben unseren Mitarbeitenden schauen wir auch auf unser erweitertes Umfeld.“ Viele Mitarbeitenden engagierten sich in der ANWR Kinderhilfe für vom Krieg oder vom Erdbeben in der Türkei Betroffene mit Bar- und Sachspenden in einem sechsstelligen Umfang.
Bewährter Rat, neues Format
Christian Bode, Britta Goertz, Franz Herrlein und Claude Steinmetz wurden im Rahmen der Neuwahl in ihren Ämtern bestätigt. Damit wurden sie für weitere drei Jahre wiedergewählt.
Dahingegen wird das Konzept des Händlerforums ab 2024 einer Transformation unterzogen. Das neue Format im Campus Mainhausen soll am 5. und 6. Juni 2024 starten. Eingeladen sind alle Handelspartner der ANWR Group aus dem Schuh- Sport und Lederwarenbereich. Auch die Generalversammlung wird am 5. Juni auf dem Campus Mainhausen stattfinden.
2023 hatte das Händlerforum seinen Auftakt in der Leipziger Baumwollspinnerei. Hier wurde mit Workshops zum Thema „Fachkräftemangel und Personalbindung im Handel“ inspiriert. Moritz Ettl, Experte für Fachkräftemangel und Aus- und Weiterbildung, motivierte in Gruppenarbeit zur Entwicklung kreativer Ansätze und neuer Personalkonzepte.