„Wir schauen zurück auf ein finanziell und wirtschaftlich stabiles Geschäftsjahr 2012. Die ANWR konnte nicht ganz an das Rekordjahr 2011 anknüpfen, dennoch sind wir mit dem erreichten Ergebnis zufrieden“, stellte Vorstand Frank Schuffelen in seinem Bericht vor der Generalversammlung fest. Das Abrechnungsvolumen reduzierte sich in 2012 um 1,3% auf 7,5 Mrd. Euro. In fast allen Ländern, in denen die ANWR aktiv ist, wurde ein Minus verzeichent, in Deutschland waren es 6,0%. Nur in Frankreich war die Entwicklung positiv. Zur Ertragslage des Konzerns erklärte Frank Schuffelen, dass sich der Gesamtumsatz von 306,3 auf 298,2 Mio. Euro reduziert hat. Der Jahresüberschuss lag bei 3,1 Mio. Euro. Das abgelaufene Geschäftsjahr sei von einer Phase der Konsolidierung geprägt gewesen, so Schuffelen. Zum laufenden Geschäftsjahr erklärte der Finanzexperte: „Die weitere Entwicklung wird für die ANWR davon abhängen, ob sich die Umsätze im Handel wieder stabilisieren. Die Nachordertätigkeit für die aktuelle Saison und die Vororder für die Vergleichssaison im kommenden Jahr werden prägend für die Umsatzentwicklung der ANWR sein.“
In seiner Rede zur Generalversammlung betonte der Vorstandsvorsitzende Günter Althaus die Bedeutung der Ausbildung einer Innovationskultur. „Wir brauchen in unseren Köpfen und Herzen neue Entwicklungen. Erst wenn wir diese nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung begreifen, sind wir wieder handlungsfähig.“ Vor allem das Konsumverhalten der jungen Generation habe sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. „Die jungen Leute sind nicht nur online mobil, sie sind es auch offline.“ Gesucht werde zunehmend das Besondere. Daher sei es neben der Konzentration auf die Stammkundschaft nötig, besser zu sein als alle anderen im Online- und Offline-Handel. „Die Devise heißt nicht dumpfes Wachstum, sondern geschickte Veredelung.“ Online zu verstehen, heiße sich dafür zu entscheiden, den Nutzen des Mediums zu akzeptieren. Das sei insbesondere die Information. „Wer in den nächsten drei Jahren nicht im Netz gefunden wird, der existiert nicht mehr. Und wenn Sie sagen, auf den ganzen Zirkus habe ich keine Lust mehr, dann verkaufen Sie Ihr Geschäft so schnell wie möglich und so rechtzeitig, dass Sie noch etwas dafür bekommen.“
Im Rahmen der Generalversammlung wurden die drei Aufsichtsratsmitglieder Hayo Galipp-Le Hanne, Tom van Geemen und Stefan Orlow für eine weitere dreijährige Amtszeit wiedergewählt.
Einen ausführlichen Bericht über den ANWR-Kongress in Paris lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 24/2013.