Zufrieden ist man in Mainhausen mit dem Stand der Dinge bei der Sneakerwand. Aktuell ist das Modul 100 Mal im Einsatz – darunter 30 Quick Schuh-Händler. „Wir haben seit dem Start sehr viel gelernt“, so Fritz Terbuyken, Warenvorstand der ANWR Group und Geschäftsführer der ANWR Schuh. Im Frühjahr 2018 war die Sneakerstand zunächst in 22 Quick Schuh-Geschäften an den Start gegangen. Im kommenden Jahr sollen 150 Standorte über das Sneaker-Tool verfügen. Bis 2020 peilt man in Mainhausen um die 600 Sneakerwände an.
Zum Sneakerwand-Konzept gehört neben dem Wandelement, auf dem insgesamt 45 Schuhe der Marken Adidas, Nike (seit Q2 auch das Modell Air Max), Puma und Reebok präsentiert werden, laut ANWR auch ein ’Rundum-Sorglos-Paket‘ für den Händler. Mit dem Saisonstart erhält der Händler die Modelle in einer Erstversorgung mit auf Kerngrößen fokussierten Größenverläufen – jeweils sechs Paar. Bis etwa drei Wochen vor Saisonende wird über Retail Logistics nachbestückt, was verkauft wurde. Alle drei Monate wird zudem neue Ware an den Händler geliefert.
Laut Terbuyken bietet die Sneakerwand hinsichtlich der Modelle „das Beste, was derzeit an Sneakern im Markt ist.“ Man ereiche eine hohe Drehung bei geringen Preisabschriften – „eine sehr lukrative Sache“, so der ANWR Schuh-Geschäftsführer.
Optimal sei die Sneakerwand bei Standorten mit Umsätzen über 500.000 Euro. Der Durchschnitts-VK-Preis liegt laut ANWR bei den Sneakern um die 63 Euro. Man erreiche mit 4% der Bestände fast 13% der Umsätze in einem Geschäft, hat die ANWR ermittelt. Die Verantwortlichen sind mit dem Konzept derart zufrieden, dass es auch auf weitere Warengruppen umgesetzt werden könnte. Vorstellbar sind laut Terbuyken und Decker etwa Tieffußbett-Modelle, Leinenschuhe oder auch Modelle für Kinder.
Nach dem erfolgreichen Start sei man nun dabei, sich mit Detailfragen zu beschäftigten, erläutert Fritz Terbuyken. So gebe es Anpassungs- und Optimierungsbedarf im Bereich der Warenwirtschafts-Systeme. Die Logistik hingegen habe man inzwischen „relativ gut im Griff“.
Auf einen Blick: Die Sneakerwand
- Benötigt werden im Geschäft etwa 9 qm Fläche
- Die Kosten belaufen sich auf 1.599 Euro inklusive Einbau-Check zuzüglich Aufbau und Montage
- Voraussetzungen: Teilnahme an schuhe.de mit mindestens einem virtuellen Schaufenster
Weitere Informationen lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 36.